Vertrag über Freundschaft
WIR STEHEN ZUSAMMEN: Schulkinder in Kehl haben sich in den Farben der deutschen und der französischen Flaggen gekleidet. | Foto: Archivfoto: dpa

Nachrichten für Kinder

Vertrag über Freundschaft

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Die beiden Länder Deutschland und Frankreich verbindet eine mittlerweile über 50-jährige Freundschaft. Sie begann 1963. Damals unterzeichneten die beiden Regierungschefs Konrad Adenauer und Charles de Gaulle sogar einen Vertrag mit den Regeln, die sie für ihre Freundschaft einhalten wollten. Zum Beispiel, dass sie sich künftig öfter treffen würden, um wichtige politische Dinge zu besprechen. Und die Schüler sollten die Sprache des anderen Landes lernen und sich gegenseitig besuchen. Bis heute gibt es an vielen Schulen einen solchen Schüleraustausch mit Frankreich. Der sogenannte Élysée-Vertrag wurde im Élysée-Palast in Paris unterzeichnet und wurde auch mit einer Umarmung besiegelt. Er gilt bis heute.

Handel wird einfacher

Gerade erst haben sich Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron getroffen und miteinander gesprochen. Dabei haben sie sogar einen neuen Vertrag unterschrieben, in dem sie festlegen, dass sie noch enger zusammenarbeiten möchten. So soll es für Firmen einfacher werden, ihre Produkte über die Grenze hinweg zu verkaufen. Und der Schulabschluss eines Landes wird künftig im jeweils anderen ohne Probleme anerkannt. Viele freuen sich über den Vertrag, denn er zeigt, wie gut so eine Freundschaft über Grenzen hinweg funktionieren kann. Andere kritisieren ihn aber auch, denn Politiker aus anderen Ländern befürchten, dass Deutschland und Frankreich in der Europäischen Union nun als eine Einheit zu viel Macht haben werden. Kleinere Länder hätten dann bei Abstimmungen keine Chance mehr.