Warnwesten als Symbol des Protests
DIE GELBEN WARNWESTEN, die jeder im Auto dabei haben muss, sind in Frankreich zum Zeichen des Protests gegen die Regierung geworden. | Foto: dpa

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Warnwesten als Symbol des Protests

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Wer in Frankreich den Triumphbogen besuchen möchte, der hat im Moment Pech. Der ist nämlich geschlossen, weil Demonstranten ihn schwer beschädigt haben. Die wütenden Menschen schlugen auf Statuen an dem Denkmal ein und zerstörten sie. Außerdem sprühten sie Sprüche und Bilder an die Wände und demolierten Kunstwerke in den Ausstellungsräumen. Schon seit drei Wochen gehen die Bürger in der Hauptstadt Paris auf die Straße, weil sie mit der Politik ihres Präsidenten unzufrieden sind. Jetzt haben sich ihnen Randalierer angeschlossen, die Autos angezündet, Fensterscheiben eingeschlagen, Läden ausgeräumt und eben den Triumphbogen beschädigt haben. „Die Gelbwesten werden triumphieren“ steht dort nun.

Kritik an Macron

Mit Gelbwesten sind die Demonstranten gemeint, die alle gelbe Warnwesten tragen. Sie sind so wütend, weil Präsident Emmanuel Macron die Steuern für Benzin erhöhen möchte. Mit dem zusätzlichen Geld sollen umweltfreundliche Autos und Busse gefördert werden. In Frankreich kostet der Liter Benzin aber jetzt schon rund zwei Euro, in Deutschland etwa 1,50 Euro. Wenn das Benzin noch teurer wird, können es sich viele Franzosen nicht mehr leisten mit dem Auto zu fahren. Außerdem finden sie, dass der Präsident die großen und sowieso schon reichen Firmen mit solchen Entscheidungen unterstützt. Für seine Bürger würde er jedoch nichts machen. Viele der Protestanten, die sehr wenig verdienen, fordern nun, dass zumindest der Mindestlohn (das ist das Geld, das man pro Arbeitsstunde mindestens verdienen muss) erhöht wird. Dieser liegt im Moment bei 9,88 Euro pro Stunde, rund ein Euro mehr als in Deutschland.