Weniger Analphabeten
ANALPHABETEN sind erwachsene Menschen, die nicht lesen und schreiben können. Für sie sind Buchstaben nur sinnlose Zeichen. | Foto: © lassedesignen / Adobe Stock

Nachrichten für Kinder

Weniger Analphabeten

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Wenn du diesen Text ohne Probleme lesen kannst, dann hast du Glück. Rund sechs Millionen Menschen in Deutschland können das nämlich nicht oder nur sehr schwer. Sie sind Analphabeten. Für ein so gut entwickeltes Land wie Deutschland ist das eine ganz schön hohe Zahl.

Wenn du diesen Text ohne Probleme lesen kannst, dann hast du Glück. Rund sechs Millionen Menschen in Deutschland können das nämlich nicht oder nur sehr schwer. Sie sind Analphabeten. Für ein so gut entwickeltes Land wie Deutschland ist das eine ganz schön hohe Zahl. Doch die gute Nachricht ist: Es gibt immer weniger Analphabeten. Vor einigen Jahren waren es noch rund eine Million mehr Menschen, die nicht lesen oder schreiben konnten. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Mitarbeiter der Universität Hamburg im Auftrag des Bildungsministeriums erstellt haben. Sie befragten hierfür 7 200 Menschen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek freut sich über das Ergebnis.

Spezielle Kurse

Das zeigt, dass das Bildungssystem in Deutschland immer besser wird, sagt sie. Aber auch die Werbung hat geholfen. In großen Werbekampagnen wurde den Betroffenen gezeigt, wo sie Hilfe bekommen können. Daraufhin haben sich viele gemeldet und entsprechende Kurse in Volkshochschulen (das sind besondere Lernorten für alle) belegt. Lesen und schreiben zu können, ist sehr wichtig. Wer lesen kann, kann zum Beispiel Bücher und Zeitungen studieren und viel lernen. Es erleichtert aber auch den Alltag. In der Studie wurde festgestellt, dass für Analphabeten schon das Ziehen einer Fahrkarte am Automaten ein unlösbares Problem darstellt. Sie können auch keine Bankgeschäfte im Internet machen. Doof ist beides. Denn man kann immer weniger Fahrkarten am Schalter kaufen und auch Bankfilialen werden immer seltener.