Zoobesucher toetet Kaenguru mit Steinen
AUF DEM SPRUNG: Wenn’s schnell gehen muss, hüpfen Kängurus mit den Hinterbeinen und mit Hilfe ihres Schwanzes. Dabei können sie kurzzeitig über 50 Stundenkilometer schnell werden. | Foto: 169169 / Adobe Stock

In chinesischem Tierpark

Zoobesucher tötet Känguru mit Steinen

Im Zoo von Fuzhou in Südchina ist etwas Unglaubliches passiert. Besucher haben dort wahrscheinlich Steine auf die Kängurus im Gehege geworfen und dabei ein Tier getötet. Das berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Ein zwölf Jahre altes Känguru-Weibchen starb bei dem Vorfall, ein weiteres Tier wurde verletzt, ihm geht es nun aber wieder besser. Offenbar passiert so etwas in China öfter.

Tierquälerei in China

In dem Fall, der sich schon Ende Februar ereignet hat, wollten die Besucher die Kängurus springen sehen. Deshalb warfen sie Steine nach den Tieren. Das jedenfalls vermutet die Tierärztin des Zoos. Was genau passiert ist, weiß man aber nicht. Die Ärztin wurde gerufen, weil das Känguru an der Pfote blutete. Sie versorgte das Tier, aber zwei Tage später starb es. Bei der Obduktion (so nennt man die Untersuchung eines toten Körpers, um die Todesursache festzustellen) stellte die Tierärztin dann plötzlich ganz viele innere Verletzungen fest. Offenbar war das Känguru an einem Nierenriss gestorben. So eine Verletzung entsteht, wenn von außen Schläge auf einen Körper einwirken. Als die Zooverwaltung versuchte herauszubekommen, was geschehen war, meldete sich ein Mitarbeiter. Er habe gesehen, wie ein Mann etwas ins Gehege geworfen habe, aber als er den Mann zur Rede stellen wollte, hätte der alles abgestritten. Der Zoomitarbeiter musste ihn gehen lassen. Es deutet aber sehr viel darauf hin, dass sich der Vorfall genau so abgespielt hat, wie Zooverwaltung und Tierärztin vermuten. Denn Vorfälle dieser Art sind in chinesischen Zoos wohl keine Seltenheit. Vorsorglich wird das Umfeld der Tiergehege deshalb immer sauber gehalten und alle Steine werden entfernt. Aber Tierquälerei ist in China leider ziemlich häufig. Dort gibt es auch nur wenige Gesetze dagegen.