Paul Mai jongliert beim Zirkus Maccaroni. | Foto: Privat

Bismarck-Gymnasium Karlsruhe

Bälle schweben in der Luft

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Fußball, Tennis oder Handball sind nicht meine Lieblingshobbys. Ich jongliere. Im Jugendensemble des Zirkus Maccaroni trainiere ich wöchentlich. Der Zirkus Maccaroni, eine Einrichtung des Stadtjugendausschusses Karlsruhe, steht Menschen von im Alter vier bis über zwanzig Jahren offen. Er bietet offene Trainingszeiten, Ferienprogramme und wöchentliches Training in den unterschiedlichen Disziplinen wie Akrobatik, Trapez, Vertikaltuch oder Einradfahren an. Die meisten Artisten und Artistinnen, mich eingeschlossen, beginnen bei einem dieser Angebote und wechseln mit vierzehn Jahren ins Jugendensemble. Im Winter wird im Jubez trainiert, im Mai beginnt dann die Zeltsaison im Otto-Dullenkopf-Park. Bei der Zelteröffnung „Ins Zelt“ am 5.Mai 2019 trat ich dort für den Landesjungendzirkus Baden-Württemberg auf.

Zu Hause steht Training auf dem Programm

Auch zu Hause stehen bei mir regelmäßig Trainingseinheiten mit Keulen, Bällen und Ringen auf dem Programm. Dennoch bin ich kein Einzelkämpfer, denn im Zirkus treten wir gemeinsam auf. Mit einem Freund erarbeite ich eine Nummer. Wir trainieren Passen, das heißt, wir werfen uns gegenseitig Keulen und Ringe zu, studieren kleine Choreografien zur Musik ein und kümmern uns um die Kostüme. Die einzelnen Nummern fügen alle Mitglieder des Jugendensembles mit szenischen Übergängen zu einer abendfüllenden Gesamtshow zusammen. In der Vorbereitung und bei den Auftritten entsteht ein tolles Gemeinschaftsgefühl.

Bei Auftritten gibt es direktes Feedback vom Publikum

Seit einem Jahr stehe ich nicht nur in der Manege, sondern arbeite auch als Trainer für Kinder zwischen vier und dreizehn Jahren. Gerade bin ich dabei, eine Ausbildung zum Zirkusübungsleiter zu machen.

Man braucht keinerlei körperliche Voraussetzungen oder Vorkenntnisse, um beim Zirkus einzusteigen. Mit einem kleinen Mitgliedsbeitrag dürfen die Kinder und Jugendlichen alle vorhandenen Zirkusgeräte verwenden. Allerdings ist es beim Jonglieren ein großer Vorteil, eigene Jonglierutensilien zu besitzen. Obwohl diese bezahlbar sind, kommt doch einiges zusammen.

Am meisten Freude bereiten mir die Auftritte, da ich dann das Feedback von den Zuschauern bekomme und merke, welche Fortschritte ich mache.

Paul Mai | Klasse 9a
Bismarck-Gymnasium Karlsruhe