Noch im Teststadium: das autonom fahrende Auto. | Foto: dpa

Humboldt-Gymnasium Karlsruhe

Das war aber dunkelrot…

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Dass eine Maschine mir einen Kaffee macht, ist normal. Dass mir auf meinem Telefon Termine angezeigt werden, ist Alltag. Aber dass mir Kraftfahrzeuge vorschreiben wollen, wie schnell ich fahre oder wie ich besser einparke und gegebenenfalls per Tempomat oder Parkassistent eingreifen, geht mir zu weit!

Was, wenn Maschinen Fehler machen?

Maschinen machen bekanntlich keine Fehler – aber was, wenn doch? Wer kommt für den entstandenen Schaden auf, wenn die dumme KI einen Fehler macht? Wenn mein Auto ohne mein Zutun crasht, sehe ich es nicht ein, für den Schaden aufzukommen. Ein nerviger Beifahrer, der Kommentare wie „Es wird nicht grüner!” oder „Da kommt einer!” in Dauerschleife von sich gibt, kann meist mit einem simplen aber dennoch sehr wirkungsvollen „Fahre ich oder fährst du?” lahmgelegt werden – und wenn nicht, dreht man einfach das Radio auf.

Das Auto trifft selbstständig Entscheidungen

Beim autonomen Fahren wird diese Freiheit aber nicht gewährleistet, da das Auto wie ein Gott selbstständig alle Entscheidungen trifft und diese für alle Beteiligten unantastbar sind. Ich habe bei einer künstlichen Intelligenz, die mein Auto fährt, nicht mehr das fundamentale Recht, selbst meine eigenen Entscheidungen im Verkehr zu treffen, und das ist das größte aller Probleme, dem sich der Fortschritt leider beugen muss. Obwohl der Mensch die Gefahrenquelle Nummer eins im Straßenverkehr darstellt, darf ihm nicht die Freiheit genommen werden, über sein Eigentum zu bestimmen.

Francesco Mancarella | Klasse 10b
Humboldt-Gymnasium Karlsruhe