Nur wenig hat der Dieselskandal in Deutschland verändert. | Foto: dpa

Humboldt-Gymnasium Karlsruhe

Der Verbraucher ist in der Pflicht

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Der Dieselskandal hat nichts verändert. Die Leute fahren weiter munter Auto und kaufen diese immer noch bei den selben Betrügern wie vor dem Skandal. Auch die Regierung hat kaum etwas getan. Es wird zwar im Moment gegen 37 Personen ermittelt, darunter auch der ehemalige VW-Chef Martin Winterkorn, allerdings wurde die Firma VW weder angeklagt, geschweige denn bestraft. In den USA sieht das anders aus, VW musste 2,8 Milliarden US-Dollar zahlen, strengeren Kontrollen zustimmen, und die Firma steht für drei Jahre unter externer Aufsicht.

Der Durchschnittsbürger ist zu bequem

Wieso kriegt das Land mit dem Strohhaarpräsidenten das besser hin als wir? Und wieso kaufen wir von den Betrügern überhaupt noch Autos? Wir sollten damit aufhören, sonst haben wir in ein paar Jahren den nächsten Skandal. Aber nein, der Durchschnittsbürger ist zu bequem, um sich an die eigene Nase zu fassen und sich zu sagen „Ich brauche keinen fetten SUV, der auf 100 Kilometer 16 Liter Sprit verschluckt und für jegliche Straßen und Parkplätze ohnehin zu breit ist“. Denn es reicht ein kleines Auto, das man täglich für die kleinen Strecken im Alltag benutzt, und wenn man in den Urlaub fährt, nimmt man die Bahn oder leiht sich ein größeres Auto.

Selbst Schüler können etwas tun

Selbst Schüler können etwas tun, indem sie mal nicht das Eltern-Taxi nehmen, sondern mit dem Fahrrad oder der Bahn zur Schule fahren. Es gibt schon lange genug Alternativen zum Auto, nur nutzt sie keiner, weil die Deutschen faule Kartoffelsäcke sind. Und übrigens: Die 300 Meter zum Supermarkt kann man locker zu Fuß schaffen. Leider glauben viele noch, dass sie nichts machen müssen, damit alles wieder gut wird. Aber wer nichts macht, der erhält dafür auch nichts. Wer so denkt, der schneidet sich nur ins eigene Fleisch. Auf die Regierung können wir uns nicht verlassen, die wird nicht mal daran denken, etwas zu tun, und die Unternehmen schon gleich dreimal nicht. Die Macht und Pflicht was zu ändern, liegt einzig und allein beim Verbraucher.

Paul Lauer | Klasse 10b
Humboldt-Gymnasium Karlsruhe