Mobbing ist an vielen Schulen ein Problem. | Foto: dpa

Copernicus-Gymnasium

„Ich würde empfehlen, Erwachsene einzubeziehen“

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Felix M. wurde in der Schule gemobbt. Über seine Erfahrungen und darüber, wie er sich davon befreite, sprach er mit Johannes Zeller.

Stellen Sie sich doch erstmal vor. Wer sind Sie? Was machen Sie beruflich? Welche Hobbys haben Sie?

Felix: Ich bin Felix M., bin 17 Jahre alt, komme aus einem Weindorf und bin noch Schüler in der zehnten Klasse. Ich beschäftige mich in der Freizeit mit Computern und dem Bereich der IT und werde deswegen oft von meinen Freunden als Nerd bezeichnet.

Wie würden Sie Ihre bisherigen Erlebnisse im Jugendalter im Gesamten beschreiben?

Felix: Mein Leben bislang war sehr unerfüllt und miserabel, wenn ich ehrlich bin. Es gab einige Wendepunkte in meinem Leben, welche mich umstürzten und meine Lebensqualität deutlich verschlechterten.

Was war einer dieser Wendepunkte?

Felix: Als Jugendlicher wurde ich in der Schule gemobbt. Es begann mit zwölf Jahren und endete erst in der siebten Klasse mit 15.

Wie schafften Sie es, sich von diesen Fesseln zu befreien?

Ich wiederholte freiwillig die siebte Klasse, damit ich in der unteren Klassenstufe Freunde finden konnte und gleichzeitig mich von den Mobbern distanzierte. Glücklicherweise konnte ich mich mehrfach mit anderen anfreunden und folglich auch ein euphorischeres Leben in die Wege leiten.

Was wäre Ihrer Meinung nach der beste Tipp, den sie Schülern geben würden, die derzeit gemobbt werden?

Felix: Ich würde empfehlen, Erwachsene wie Lehrer und Eltern einzubeziehen und falls sie die Situation nicht verstehen, polizeiliche Hilfe zu holen und auch fokussiert daran zu arbeiten, sich Verbündete zu suchen, welche einem helfen, solche Zeiten durchzustehen.

Johannes Zeller | Klasse 9d
Copernicus-Gymnasium Philippsburg