Die Zahlen der Nichtschwimmer steigen immer weiter. | Foto: dpa

Copernicus-Gymnasium

Schwimmen will gelernt sein

Anzeige

Eine erschreckende Statistik: Laut repräsentativen Umfragen, die von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) in Auftrag gegeben wurden, sind fast 60 Prozent der Zehnjährigen keine sicheren Schwimmer. Vor 13 Jahren waren es nur 34 Prozent.

Bädersterben führt zu mehr Nichtschwimmern

Doch warum können nur so wenige Kinder schwimmen? Ein Grund für die steigenden Nichtschwimmerzahlen ist, dass vor allem in kleineren Gemeinden immer mehr Schwimmbäder schließen oder durch Spaßbäder ersetzt werden, sodass dort kein Schwimmunterricht stattfinden kann. Das sogenannte „Bädersterben“ bereite der DLRG große Sorgen, so der technische Leiter der DLRG Oberhausen-Rheinhausen, Gerd Vogelbacher. Die Ortsgruppe sei glücklicherweise nicht direkt betroffen, in anderen Regionen sei die Situation jedoch deutlich schlechter, sodass dort keine Schwimmkurse sowie keine Rettungsschwimmerausbildung stattfinden können.

Rettungsschwimmer fehlen

Und wenn, wie in Oberhausen, ein Schwimmbad vorhanden ist, mangelt es an Helfern, die als offiziell anerkannte Rettungsschwimmer die Befugnis haben, Schwimmkurse zu leiten und zu beaufsichtigen. Das sei ein weiteres Problem, meint Vogelbacher im Gespräch. Da er auch für die Organisation der Rettungs- und der normalen Schwimmausbildung zuständig sei, falle ihm diese Entwicklung besonders auf: mehr Kinder, weniger Helfer. Daher sei es sehr wichtig, dass auch Jugendliche als ehrenamtliche Helfer arbeiten, um so den steigenden Nichtschwimmerzahlen entgegen zu wirken. Außerdem fordert er Eltern dazu auf, mit ihren Kindern ins Schwimmbad zu gehen, um ihnen die Angst vor dem Wasser zu nehmen und so das Schwimmenlernen zu erleichtern.

Amélie Keller | Klasse 9d
Copernicus-Gymnasium Philippsburg