In sieben Bänden sind die sieben Schuljahre von Harry Potter zu erleben. | Foto: pr

Otto-Hahn-Gymnasium Karlsruhe

Sind Harry-Potter-Leser bessere Menschen?

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Harry Potter ist derzeit wohl einer der bekanntesten Helden – und das nicht nur in der Zaubererwelt. Auch bei uns, in der „Muggelwelt“, ist er berühmt. Ganze sieben Bücher und acht Filme über den Jungen mit der „Blitznarbe“ gibt es. Geschrieben wurde die Heptalogie von der britischen Autorin Joanne K. Rowling. Den ersten Band „Harry Potter und der Stein der Weisen“ las ich mit zehn Jahren. Die Geschichte hat mich sofort begeistert und in ihren Bann gezogen.

Durch Harry Potter kann man viel lernen

Eine Studie hat bewiesen, dass Menschen, die die Harry Potter Bücher lesen und sich auch mit ihnen identifizieren können, bessere Menschen sind. Doch warum ist das so? Durch Harry Potter kann man viel lernen, zum Beispiel, dass es nicht in Ordnung ist, Menschen nach ihrer Herkunft zu beurteilen, zu beleidigen, zu diskriminieren oder auszugrenzen.

Harry und Ron zeigen, wie wichtig Freundschaft ist

In der von Rowling erschaffenen Welt gibt es nämlich Gruppen, die meinen, besser und wichtiger zu sein, weil sie „reinblütig“ sind, was heißt, sie stammen von Zauberern ab. Sie unterdrücken Zauberer, die „muggelstämmig“ sind, also Nichtmagier als Eltern haben. Ein Opfer dieses Geschehens ist vor allem Harrys beste Freundin Hermine Granger. Das Mädchen wird als „Schlammblut“ betitelt, ein sehr verletzendes Wort, obwohl Hermine oft klüger und mutiger als manch „reinblütiger“ Zauberer ist. Harry und sein Freund Ron Weasley stehen jedoch stets hinter ihr und zeigen, wie wichtig Freundschaft ist und dass es egal sein sollte, welcher Abstammung eine Person ist.

Liebe ist die stärkste Macht

Die Geschichte macht auch deutlich, wie bedeutend Liebe ist. Es ist völlig egal, wen man liebt, ob schwul, lesbisch, bi oder hetero – dies vermittelt das Buch. Eine der wichtigsten Figuren in den Büchern ist der schwule Albus Dumbledore, der Leiter von Hogwarts, einer Schule für Hexerei und Zauberei. Dumbledore ist einer der größten Zauberer in der Geschichte. Für ihn stellt die Liebe die stärkste Macht dar.

Rowling zeigt die Schrecken des Krieges

Rowling hat mit Harry Potter ebenfalls deutlich gemacht, wie schrecklich und grausam Krieg ist und dass man sich glücklich schätzen sollte, in Frieden leben zu können. So ließ sie manche von vielen Lesern geliebte Charaktere in Kämpfen und Schlachten sterben. Beispiele dafür sind Harrys Pate Sirius Black, Ron Weasleys Bruder Fred, Remus Lupin, dessen Frau Tonks und der Hauself Dobby, die einem alle sehr ans Herz gewachsen sind, da man viele schon in den ersten Bänden kennenlernt.

Für mich bleibt „der Junge, der überlebte“ mehr als nur eine Geschichte, und ich hoffe, dass durch Harry Potter mehr Menschen hilfsbereiter, verständnisvoller und toleranter werden.

Kim Erhan | Klasse 9c
Otto-Hahn-Gymnasium Karlsruhe