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Humboldt-Gymnasium Karlsruhe

American Football: Viel gesehen – wenig gefördert

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American Football hat in den vergangenen Jahren auf der ganzen Welt an Popularität gewonnen –auch in Deutschland. Dennoch sind die Kontraste ziemlich hoch: Obwohl fast zwei Millionen Deutsche den Super Bowl 53 live in der Nacht vom 2. auf den 3. Februar verfolgten, weiß ein Großteil der Bevölkerung nicht einmal, was ein „Touchdown“ ist.

Sportart wird immer populärer

Auch bei Jugendlichen wird die Sportart immer populärer. Obwohl es in Deutschland nur 167 eingetragene Vereine gibt, versuchen sich immer häufiger auch junge Menschen an der nicht ganz ungefährlichen Sportart. 2012 waren es noch 45000, 2018 bereits 63000 eingetragene Mitglieder im American Football Verband Deutschland – mit weiter steigender Tendenz.

Schwere Verletzung werden immer seltener

Football hat bei vielen noch das Image einer extrem gefährlichen Kontaktsportart, jedoch werden durch moderne Hilfsmittel, Schutzausrüstung und Achtsamkeit bei den Spielern schwere Verletzungen immer seltener. Doch da Gegenstände wie ein Shoulderpad oder ein Helm sehr teuer sind, ist diese Sportart längst nicht für jedermann zugänglich, und trotz der rapide steigenden Zahlen wird Football häufig nur belächelt. Es wird weiterhin als Randsportart behandelt, obwohl es längst keine mehr ist, und wird im Vergleich zu Fußball, Handball und Basketball nicht ansatzweise so von Sponsoren beachtet oder durch Stützpunkte und Leistungskader gefördert. Wenn die Zahlen in Zukunft weiter so ansteigen, sollten sich Politiker und Sponsoren langsam Gedanken über eine bessere finanzielle Unterstützung dieser wenigen Vereine machen, da sich Football zu einem wertvollen aber kostspieligen Wirtschaftszweig entwickeln könnte.

Linus Bung | Klasse 10b
Humboldt-Gymnasium Karlsruhe