Jongliergerät
Ein außergewöhnliches Hobby: Jonglieren. | Foto: ©lucastor - stock.adobe.com

Markgrafen-Gymnasium Karlsruhe

„Als Kind lernt man Jonglieren am schnellsten“

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Milan Ruff | Klasse 8e
Markgrafen-Gymnasium Karlsruhe

Ein Jongliertrainer erzählt

Die Jonglage ist ein Teil der Artistik, den man vor allem im Zirkus zu sehen bekommt. Diese Tätigkeit wurde schon in der Antike, unter anderem im alten China, durchgeführt. Was allerdings hinter dieser verwirrenden Kunst liegt lernen wir im Interview mit Jonathan Völzer. Er ist Jongliertrainer im Kinderzirkus Maccaroni in Karlsruhe und hat selbst einige Erfahrungen auf der Bühne.

Herr Völzer, seit wann jonglieren Sie denn selbst?

Völzer: Ich jongliere seit ich acht Jahre alt bin.

Das ist doch aber ziemlich früh, oder nicht? 

Völzer: Nicht wirklich, es gibt auch Leute die mit vier Jahren angefangen haben. Im Kindesalter ist es sowieso einfacher zu lernen. Zum Beispiel fangen die meisten Kinder in unserem Kinderzirkus mit unter acht Jahren an.

Was hat Sie zum Jonglieren veranlasst und was ist der typische Grund, warum Kinder mit dem Jonglieren anfangen?

Völzer: Also, ich hatte damals einen Klassenkameraden, der jonglierte, was ich dann auch unbedingt lernen wollte. Aber die meisten Kinder haben ein jonglierendes Elternteil, das ihnen die Jonglage näherbringt.

Kann man mit Jonglage Geld verdienen?

Völzer: Natürlich kann man das, aber seinen Lebensunterhalt damit zu bestreiten ist sehr schwer. Viele Leute verdienen sich durch diese Tätigkeit noch etwas zu ihrem eigentlichen Job dazu. Man kann damit aber auch auf verschiedene Arten Geld verdienen: Professionell auf der Bühne oder im Zirkus, womit man auch am besten Geld verdienen kann, als Jongliertrainer, so wie ich es zum Beispiel tue, oder auch als Straßenkünstler. Ich habe auch schon oft auf der Bühne jongliert und gemerkt, dass es dabei vor allem um den Spaß geht.

Gibt es Treffen oder Wettbewerbe in ihrem Genre?

Völzer: Es gibt viele Treffen, sogenannte Jonglierconventions, die in sehr vielen deutschen Städten jährlich stattfinden. In Europa findet jährlich eine Europäische Jonglierconvention in unterschiedlichen Städten statt, bei der mehrere tausend Teilnehmer anwesend sind. Die meisten Europäischen Jonglierconventions gab es bisher übrigens in Karlsruhe. Wettbewerbe sind zwar ein Teil dieser Treffen, spielen dabei aber eher eine untergeordnete  Rolle.

Was bringt die Jonglage für den Körper?

Völzer: Man kann seine schwache Hand trainieren, da beim Jonglieren beide Hände in gleichem Maße gebraucht werden. Außerdem trainiert man die Reflexe und die Konzentrationsfähigkeit. Zusätzlich entspannt es einfach sehr und ist dank der gleichmäßigen Bewegungen gut für die Durchblutung. Somit ist die Jonglage nur zu empfehlen.

Man kann doch mit sehr vielen verschiedenen Dingen jonglieren. Was gibt es da an Requisiten?

Völzer: Nun, es gibt erstmal natürlich die üblichen Jonglierbälle, allerdings auch sogenannte  Contactkugeln, die auf den Händen und dem Körper gerollt und balanciert werden. Dann gibt es noch Joglierkeulen in vielen verschiedenen Ausfertigungen, Ringe und Tücher, welche vor allem von Anfängern gerne benutzt werden. Weitere Requisiten sind Diabolos,  Devilsticks, oder auch Stäbe, die balanciert werden. Zudem werden alle diese Dinge oft mit Dochten versehen und angezündet oder auch mit LEDs beleuchtet.