Junge mit Glas voll Münzen
Das liebe Geld: Auch Schüler machen sich Gedanken darüber. | Foto: ©pegbes - stock.adobe.com

Markgrafen-Gymnasium Karlsruhe

Sparen oder kaufen?

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Linda Völlinger, Fiona Frey und Marie Scheuermann | Klasse 8e
Markgrafen-Gymnasium Karlsruhe  

Kaufen ist nicht nachhaltig

Sind wir Menschen sparsam mit Geld und kaufen nur das Nötigste? Oder sind wir großzügig im Verbrauchen von zum Beispiel Kosmetik, Mode oder Elektrogeräten und verfallen hin und wieder in einen Kaufrausch?

Im 18. Jahrhundert ging man einmal in der Woche auf den Markt, um die nötigsten Lebensmittel zu besorgen, die nicht selbst erzeugt beziehungsweise hergestellt werden konnten. Hierbei wurde sparsam mit Geld und Lebensmitteln umgegangen, da das Geldeinkommen gering und somit lebensnotwendig war.

Ein krasser Gegensatz zu heute! Denn im Laufe der Jahrhunderte wurde das Geldausgeben immer alltäglicher. Vor allem Mode bekam eine immer größere Bedeutung. Einkaufen wird zum Freizeiterlebnis, und es werden immer mehr Dinge gekauft, wie auch verbraucht.
„Hierbei spielt die Jugend eine wichtige Rolle“, so Jugendforscher Philipp Ikrath. „Denn die Kaufkraft der Jugendlichen ist so hoch wie noch nie – vor allem in Dingen wie Mode.“ So rückt das Sparen immer mehr in den Hintergrund. Vor allem in Zeiten, wie der Vorweihnachtszeit wird gekauft und gekauft, und das nicht nur in Geschäften, sondern auch immer öfter in Onlineshops. Gezahlt wird dabei mehr per Karte als mit normalen Scheinen und Münzen.

Weltspartag macht aufmerksam

Dennoch gibt es verschiedene Spar-Projekte, die auf das Sparen aufmerksam machen wie den Weltspartag. Dieser findet meist am 30. Oktober statt. An diesem Tag leeren viele Kinder ihre Sparschweine und zahlen das Geld auf ihr Konto oder Sparbuch ein. Dies ist die Grundlage für ein finanzielles Polster und bereitet Kindern einen guten finanziellen Weg für die Zukunft. Zum Teil ist aus dem Weltspartag auch eine ganze Weltsparwoche geworden.

Die beliebtesten Sparmittel von Jugendlichen sind das Sparbuch, das Taschengeldkonto. Bei den Deutschen älteren Alters sind die selbst- oder fremdgenutzte Immobilie, die Lebensversicherung, der Bausparvertrag, das Sparbuch oder auch Aktien sehr beliebt.

So wird Geld zwar noch für die Zukunft gespart, dennoch geben vor allem Jugendliche ihr Geld lieber aus, als es aufs Konto zu legen. Sparaufforderungen wie den Weltspartag gibt es ja, aber ob das reicht, ist fraglich. So sollte es noch einige Maßnahmen geben, die den Konsum der Jugend einschränken, wie Aktionen, die auf die Folgen des starken Konsums aufmerksam machen, zum Beispiel die Umweltverschmutzung durch Importe von Waren aus der ganzen Welt oder auch auf die Herkunftsländer mit schlechten Arbeitsbedingungen.

Schließlich ist Kaufen weder besonders umweltschonend noch nachhaltig oder fair.