ZiSch | Werner-von-Siemens-Schule Karlsruhe | Klasse 8b
Werner-von-Siemens-Schule, Klasse 8b | Foto: Werner-von-Siemens-Schule

Werner-von-Siemens-Schule

Coole Lehrer machen Schule

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Steven Werner | Klasse 8b
Werner-von-Siemens-Schule Karlsruhe

Jeder respektiert jeden und das ist ganz wichtig

Wer von einer anderen Schule zur „WvS“ kommt, dem wird der Wechsel leicht fallen. Die Lehrer sind cool, die Rektorin immer verständnisvoll. Das waren meine ersten Eindrücke von einer Schule, die etwas anders ist als andere. Zuhause haben mich meine Freunde schon mal gefragt, ob das nicht eine Hauptschule für die Doofen ist. Das ist sie nicht! Denn ein ganz großer Unterschied besteht. Ich habe ihnen gesagt: „Hier mach ich zuerst meinen Hauptschulabschluss und häng noch ein Jahr dran, um den Realschulabschluss zu machen.“ Und doof sind sie hier auch nicht. Also eine Realschule? Ja, nur anders. Die Förderung von Kindern und Jugendlichen, auch aus sehr schwierigen familiären Verhältnissen, steht hier im Vordergrund. Und das kriegen Frau Schäfer, die Rektorin, und ihr Team ziemlich gut hin. Geschenkt kriegst du in der „WvS“ nichts. Leistung wird schon verlangt. Aber wer eine spezielle Förderung braucht, bekommt sie. Fördern und Fordern ist dort tägliche Realität.

Die Lehrer sind cool, aber nicht immer. Denn „uncool“ werden sie, wenn man „Mist baut“ oder sich faul zurücklehnt. Aber das ist auch richtig so. Man lernt die Regeln ziemlich schnell. Brichst du sie, folgen Sanktionen. Was man auch lernt: Respekt. Jeder respektiert jeden und das ist ganz wichtig. Gibt’s Probleme, kommt das vor den Klassenrat. Dann wird das schnell geklärt. Außerdem gibt es regelmäßig eine Vollversammlung der Werkrealschüler. Alles was wichtig ist, wird angesprochen. Im Großen und Ganzen mögen sich die Schülerinnen und Schüler, die aus vielen Kulturkreisen kommen. Natürlich gibt es an der „WvS“ auch mal Stress. Konflikte werden aber schnell angesprochen und nach Lösungen gesucht. Der Unterricht erfolgt ganztags zwischen 7.45 Uhr und 16 Uhr. Fast wie bei einem richtigen Job.

Damit kommt ein ganz schwieriges Thema zur Sprache: Das Mittagessen! Von ganz Okay bis schrecklich wird die Qualität bewertet. Oder die Toiletten, die manchmal in einem echt üblen Zustand sind. Wenn du zwischendurch aufs Klo musst, überleg es dir zweimal. In beiden Fällen sind wir aber gerade dabei, nach Lösungen zu suchen. Der Wunsch nach einer längeren Mittagspause wurde den Schülern schon in diesem Schuljahr erfüllt.

Enorm wichtig ist an dieser Schule, was nach dem Schulabschluss passiert. Bereits ab der „Achten“ gibt es Praktika, um Berufe zu testen. Den „richtigen“ Beruf für eine spätere Ausbildung zu finden, das ist das Ziel. Hier hat sich die Schule viele Firmen, das Arbeitsamt oder die Handwerkskammer mit ins Boot geholt. Beim Bewerbungstraining lernt man sich zu präsentieren. So finden fast alle Schulabgänger einen Ausbildungsbetrieb oder gehen noch auf weiterführende Schulen – keine Selbstverständlichkeit für Haupt- oder Werkrealschulen. Die Schulleitung und viele Lehrerinnen und Lehrer setzen sich für ihre Schülerinnen und Schüler ein, manchmal sogar wenn es privat Probleme gibt. Alle werden mitgenommen, keiner wird zurückgelassen. Für mich ist die „WvS“ eine besondere Schule und ich bin sehr froh, dass sich meine Eltern mit mir für diese Schule entschieden haben.