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Blick durch die Stadt

41,4 Grad: Karlsruhe knackt den inoffiziellen Hitzerekord

Karlsruhe schwitzt, die Messstation des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in der Hertzstraße meldete am Donnerstag um 14.10 Uhr einen Höchstwert von 41,4 Grad Celsius. Dieser Wert ist allerdings nicht offiziell anerkannt. Denn der Deutsche Wetterdienst hat seine offizielle Wetterstation in Rheinstetten. Karlsruhe taucht in DWD-Wertern so nicht auf.

Das Thermometer zeigte deutlich über 30 Grad. Foto: Uli Deck dpa/lsw

Aber die Hitze kann auch schöne Seiten haben – solange die nächste Abkühlung nicht weit ist. Die BNN haben deshalb die eigene Wohlfühl(klima)zone hinter sich gelassen und sich ein wenig in der Fächerstadt umgesehen.

Freibad

Ein Besuch im Freibad beispielsweise ist dieser Tage nicht die schlechteste Freizeitbeschäftigung. Raphael Becker, Pressesprecher der Karlsruher Bäder, zeigt sich sehr zufrieden mit der aktuellen Saison. „Es läuft super. Wir bekommen von den Gästen viel positives Feedback.“ In allen vier Freibädern der Bäderbetriebe sei derzeit Hochsaison. Ob jedoch der Höchststand von 12 000 Besuchern am Tag, der bei der vergangenen Hitzewelle vor vier Wochen erreicht wurde, geknackt werden kann, ist sich Raphael Becker nicht sicher. Erfreulich sei aber, dass es bislang noch keine Badeunfälle gab. „Niemand kam zu Schaden – so soll’s ja sein.“

Sommer-Mode

Shopping gehört auf den ersten Blick nicht zu den Tätigkeiten, die man gerne in der prallen Sommerhitze macht. Viele Läden, wie beispielsweise im ECE-Center, sind jedoch klimatisiert und versprechen so neben Einkäufen auch Abkühlung. Im ECE-Center herrschen derzeit angenehme 20 bis 22 Grad Celsius. Wer nicht nur auf der Suche nach Abkühlung, sondern auch nach Schnäppchen ist, der braucht ein gutes Auge: Die Einzelhändler befinden sich aktuell mitten im Sommer-Sale. So manche Größe könnte da schon vergriffen sein.

Eine Nebenerscheinung der knappen Sommerkleidung ist auch, dass immer mehr Tattoos zum Vorschein kommen – und Karlsruhe durch die oft farbenfrohe Körperkunst noch ein klein bisschen bunter wird.

Eisdiele

Rund um den Marktplatz bleibt der große Andrang auf die Eisdielen am frühen Donnerstagnachmittag noch aus. Der sei, so heißt es an der Eis-Theke des Café Böckeler, weniger von den Temperaturen, sondern vielmehr vom Wochentag abhängig. Am Wochenende sei einfach mehr los als unter der Woche.

„Für Eis ist es jetzt einfach zu heiß“, stimmt auch Steffen Schätzle zu. Er betreibt zwei Eisdielen in Karlsruhe, die Gelateria „Am Albufer“ im Dammerstock und das „Piccolo Tesoro“ in der Waldstadt. Bei solcher Hitze seien die Leute lieber im Schwimmbad als im Eiscafé. Ab 17 Uhr drehe sich das Bild aber, da komme der erste Besucheransturm.

Zoo

Auch den Tieren im Karlsruher Zoo ist es zu warm. Und wie ihre zweibeinigen Besucher gibt es für die Zoo-Bewohner gerade nichts Schöneres als ein kühles Eis! Wobei die Sortenauswahl durchaus einige Unterschiede zu uns Menschen aufweist, wie Zoo-Sprecher Timo Deible verrät. Oder würden Sie gerne Blut-Eis probieren? Bei den Raubtieren ist das der letzte Schrei. Die Elefanten mögen es dann eher fruchtig mit Gemüseanteil, während die Flusspferde auf Petersilie in der Obst-Eis-Bombe setzen. „Die Inhalte der Eisbombe orientieren sich immer an den Bedürfnissen der Tiere“, erklärt Deible. Und abgesehen vom kühlenden Effekt haben die Tiere mit den Eisbomben auch eine zusätzliche Beschäftigung.

Bei den Flusspferden stehen Eisbomben mit Früchten hoch im Kurs. Für die Tiere bieten sie nicht nur Abkühlung, sondern auch Beschäftigung. Foto: Timo Deible / Zoo Karlsruhe

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