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Versuchsreaktor nach Blitzverfahren

Adenauer holt 1957 die Kernforscher nach Karlsruhe

Es ist ein Prestigeprojekt für die junge Bundesrepublik – und für die Region Karlsruhe geht es einerseits um viele Arbeitsplätze, andererseits um das Risiko atomarer Strahlung: Der Bau des Kernforschungszentrums erhitzt 1957 manche Gemüter.
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Für die Enkelgeneration klingt es unglaublich: Da wird der Bau einer Atomanlage beantragt – und die Behörden sagen innerhalb von Wochen „Ja“ dazu. Doch genau so läuft es im Jahr 1957, als vor den Toren Karlsruhes der erste deutsche Eigenbau-Forschungsreaktor geplant ist.

„Das Baugesuch wurde am 20. Februar 1957 eingereicht“, sagt Klaus Nippert, Historiker und Archivleiter am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Nur rund sechs Wochen später entsteht ein denkwürdiges Foto: Landrat Josef Groß überreicht die Baugenehmigung mit Datum 6. April an Gerhard Ritter, den Geschäftsführer der „Kernreaktor Bau- und Betriebsgesellschaft“.

Schon eine Woche später rücken die Holzfäller im Hardtwald bei Leopoldshafen an und schaffen Platz für die „Wiege der deutschen Atomforschung“. Es ist eine Zeit, in der das Wort „Atomkraft“ bei vielen Menschen friedliche und wohlige Vorstellungen weckt.

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