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Sanierung beginnt

Am Badischen Staatstheater Karlsruhe fallen bald 30 Bäume

Beim Staatstheater und an der Kriegsstraße fallen bis Anfang Februar 30 Bäume. Das ist der Startschuss zur Sanierung des Badischen Staatstheaters. Die Arbeiten beginnen dann an der provisorischen Parkhauseinfahrt - sie werden Jahre dauern.

IMAGE-449356 Foto: N/A

Beim Theater und an der Kriegsstraße fallen bis Anfang Februar 30 Bäume. Das ist der Startschuss zur Sanierung des Badischen Staatstheaters. Die Arbeiten beginnen dann an der provisorischen Parkhauseinfahrt.

Noch vor wenigen Jahren begannen fast alle großen Bauprojekte so: Die Verantwortlichen aus den Rathäusern und Ministerien trieben den Spaten ins vorbereitete Erdreich.

Das Werkzeug ist geblieben, doch die Zeiten haben sich gewandelt. Oberbürgermeister Frank Mentrup, Staatssekretärin Gisela Splett und Intendant Peter Spuhler nutzen die Spaten am Freitag, um am Nymphengarten drei Bäume zu pflanzen. Sie geben damit den Startschuss für die Sanierung des Badischen Staatstheaters.

Bevor dort Bagger und Bauarbeiter anrücken, müssen zwischen Ende Januar und Anfang Februar erst einmal 30 Bäume weichen. Mitte des Jahrzehnts wird an weitere 50 vor allem auf dem jetzigen Mitarbeiterparkplatz die Kettensäge angesetzt.

Platz schaffen für die Vorarbeiten

Um Platz für die Vorarbeiten an der provisorischen Parkhauseinfahrt sowie am Zugangsbereich zu schaffen, fallen zunächst Bäume in der Finterstraße, nahe des Theatereingangs sowie an der Kriegsstraße. Darunter sind mehrere gut 50 Jahre alte Platanen. Deren Zeit wäre aber ohnehin endlich gewesen, betont Mentrup.

Das Gartenbauamt prüfe ihre Standfestigkeit alle drei Monate, da sie von Krankheiten befallen seien. „Die Fällungen bedürfen einer Antwort“, sagt Splett. „Wir sind gewillt, diesen Verlust in räumlicher Nähe auszugleichen“, ergänzt der OB.

Neben den jungen Bäumen im Nymphengarten wird das Gartenbauamt unter anderem im Citypark und im Otto-Dullenkopf-Park neu pflanzen. Dazu stellt das Land Flächen auf dem KIT-Gelände sowie im Schlossgarten zur Verfügung.

So sieht es aus, wenn das Staatstheater Karlsruhe sein Theaterfest feiert. Foto: N/A

Neuaufforstung rund um die Kriegsstraße

Mit Blick auf die Historie will Mentrup den forstwirtschaftlichen Umbruch rund um die Kriegsstraße im großen Kontext betrachtet sehen. Viele hohe Bäume wurden im Zuge der Neubauten des Staatstheaters und des heutigen Landratsamtes in den 1960er und 70er Jahren gepflanzt.

Der bauliche Neustart der Ost-West-Achse – in der Kriegsstraße unübersehbar, am Staatstheater kurz vor dem Start und am Landratsamt in der Werkstattphase – geht nun auch mit einer Neuaufforstung einher.

„Hier entsteht ein grünes Band in der Innenstadt. Allein die Kriegsstraße wird nach Abschluss der Arbeiten zu einer Allee mit vier Baumreihen“, so das Stadtoberhaupt. Man wolle die Aufenthaltsqualität auf den Grünflächen rund um die Kriegsstraße steigern und die Schutzfunktion der Bäume im Zeichen des Klimawandels nutzen.

Robustere und hitzebeständigere Bäume werden gepflanzt

Eins zu eins werden die Platanen an neuer Stelle indes nicht ersetzt. Das Gartenbauamt hat sich für drei Baumsorten entschieden, die hitzebeständiger und robuster sind.

Im Nymphengarten stehen deshalb nun ein Zürgelbaum, ein Japanischer Schnurbaum und eine Japanische Zelkove. Alle drei seien sogenannte „Zukunftsbäume“ und dem Klimawandel deutlich besser gewachsen als viele heimische Arten, so das Gartenbauamt.

Hoffnung auf "grüne Terrasse" nach der Sanierung

„Wir nehmen es heute nicht mehr leichtfertig hin, dass Bäume gefällt werden müssen. Das ist gut so“, sagt Staatstheater-Intendant Peter Spuhler. Er hofft bei der Neugestaltung des Hermann-Levi-Platzes vor dem Theater auf eine „grüne“ Terrasse des Staatstheaters.

Erste Ideen dafür sollen bereits im November präsentiert werden, basierend auf einem Landeswettbewerb, der im Frühjahr starten soll. Mindestens für die nächsten zehn Jahre wird das Grün vor dem Theater allerdings dem Baustellengrau weichen. Bis zum Abschluss der Theatersanierung ist nicht an eine Aufforstung des Platzes zu denken.

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