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Gegensätzliche Positionen

Artenschutz bei Bauprojekten: Totalregulierung oder Pflichtaufgabe?

Die Leiterin des Baurechtsamtes im Karlsruher Landratsamt kritisiert die Regulierungswut beim Artenschutz. Dem BUND-Regionalgeschäftsführer widerspricht vehement.

Aufwendiger Artenschutz: Im Karlsruher Citypark mussten streng geschützte Mauereidechsen umgesiedelt werden. Foto: Jörg Donecker

Sie spricht von „Totalregulierung“, er sieht sich als „Anwalt der Natur“: Ursula Simon-Jaekel, Leiterin des Baurechtsamts im Karlsruher Landratsamt, und Hartmut Weinrebe, Regionalgeschäftsführer des BUND Mittlerer Oberrhein, haben unterschiedliche Auffassungen zum Artenschutz bei Bauprojekten.

„Die rechtlichen Vorgaben sind sehr streng“, sagt Simon-Jaekel. „Wenn wir in Deutschland etwas regeln, dann genau.“ Bei Bauvorhaben auf der grünen Wiese müsse man mit Zusatzkosten und Verlangsamung durch den Artenschutz rechnen.

Besonders dann, wenn der Bauantrag im Sommer eingereicht werde. „In diesen Fällen ist mit einer Verzögerung von einem Jahr zu rechnen, weil bei Artenschutzuntersuchungen eine ganze Vegetationsperiode beobachtet werden muss“, erklärt Simon-Jaekel. Das aktuelle System sieht sie kritisch: „Wir haben eine Totalregulierung.“

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