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Mitarbeiterin war infiziert

Arztpraxis in Walzbachtal mietet wegen Corona separaten Infektraum an

Der erste positive Corona-Abstrich in Walzbachtal wurde in der Praxis des Jöhlinger Arztes Joachim Nees vorgenommen. Nachdem auch eine Mitarbeiterin positiv getestet wurde, wurde die Praxis zwei Wochen geschlossen. Daraus hat Joachim Nees die Konsequenzen gezogen.

Testsets liegen bereit: In einem Raum im „Haus der Gesundheit“ kann das Team von Joachim Nees Abstriche machen. Foto: Arnd Waidelich

Von Arnd Waidelich

Der Jöhlinger Arzt Joachim Nees reagiert auf die zunehmende Unsicherheit seiner Patienten. Nachdem im Gespräch mit der Gemeindeverwaltung mehrere Alternativen gescheitert waren, mietete er einen im „Haus der Gesundheit“ leer stehenden Raum in unmittelbarer Nachbarschaft zu seiner Praxis an.

Eine nicht unerhebliche Investition, die sich in einer Zeit finanziell unangenehm bemerkbar macht, in der er auf etliche Patienten verzichten muss. Auf Anraten der Kassenärztlichen Vereinigung und des Hausärzteverbandes habe man nämlich alle aufschiebbaren Behandlungen abgesagt, berichtet der Arzt.

Viele Patienten hatten Termine abgesagt

Überdies hätten viele Patienten aus Angst vor Ansteckungen eigenständig ihre Termine nicht wahrgenommen. Das mache sich in Einnahme-Einbußen bemerkbar. Die Mehrkosten für den Praxisraum seien es ihm allerdings wert, erklärt Nees, denn „dadurch konnte ich meine Praxis wieder hochfahren“, berichtet der Hausarzt.

Er lege großen Wert darauf, dass der normale Praxisbetrieb weiter läuft. Mit der Wiedereröffnung konnte er schließlich einen Infektionsraum in Betrieb nehmen. Im Praxisteam ist dafür die Ärztin Florine Groß zuständig.

Corona-infizierte Patienten sind von den anderen getrennt

Zeitlich und räumlich getrennt empfängt und untersucht sie alle Patienten mit Corona-Verdacht oder Fieber in einer Infektsprechstunde. Damit ist die strikte Trennung der infektiösen von den anderen Patienten gewährleistet.

In den vergangenen Tagen hat Florine Groß durchschnittlich fünf Abstriche vorgenommen, insgesamt rund 50. Alle waren negativ. Sollte ein konkreter Corona-Verdacht vorliegen, wird der Patient im Vollschutz zu Hause untersucht. Schwierig war auch hier die Beschaffung der notwendigen Schutzmaterialien und Masken. Entlastung brachte die Ausrüstung, die Florine Groß mit in die Praxis bringen konnte.

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