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Spargel- und Beerenproduktion

In Karlsruhe findet wieder die Messe expoSE für Spargel- und Beerenproduktion statt

Damit Spargel und Erdbeeren aus Deutschland günstig für den Verbraucher sind, braucht es effiziente Technik. Die Messe expoSE zeigt diese.

Fachmesse aus Karlsruhe für Europa: Die expoSE ist bereits am ersten Tag gut besucht. Spargel- und Beerenanbauer informieren sich dort über Trends.
Fachmesse aus Karlsruhe für Europa: Die expoSE ist bereits am ersten Tag gut besucht. Spargel- und Beerenanbauer informieren sich dort über Trends. Foto: Rake Hora /BNN

Die Monate sind vorbei, in denen die Beeren- und Spargel-Bauern im Ernte-Stress waren – jetzt schauen sie sich traditionell auf der expoSE um. Europas bedeutendste Messe für die Spargel- und Beerenproduktion sei aktuell besonders wichtig.

„Die Auswirkungen von Klima-Extremen auf die Produktion, sehr hohe Produktionskosten durch die stark gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise sowie den höheren Mindestlohn machen weitere Optimierungen der Spargel- und Beerenproduktion erforderlich“, sagt Simon Schumacher, Chef des Branchenverbandes VSSE (Bruchsal).

Zu dessen Messe-Duo expoSE und der expoDirekt, das auch am Donnerstag in der Messe Karlsruhe stattfindet, erwartet er 6.000 Fachbesucherinnen und Besucher.

Versicherungen, Porzellan, Automaten: Das Angebot auf der Messe in Karlsruhe ist groß

Bereits am Mittwochvormittag ist die Traditionsveranstaltung mit ihren 401 Ausstellern aus elf Nationen gut besucht: Mit den Besuchern wird viel Englisch über „asparagus“ (Spargel) oder „Strawberries“ (Erdbeeren) geredet – weil etliche Anbieter beispielsweise aus den Niederlanden vor Ort sind.

Es werden Erdbeersorten angepriesen, die bereits im März im Folientunnel geerntet werden können. Die ausgestellten Sä-, Pflanz-, Ernte- und Waschmaschinen haben teils beeindruckende Ausmaße. Das Angebot reicht bis hin zu Erntehelfer-Versicherungen, Porzellan fürs Hofladen-Lokal, Verkaufsautomaten oder Mietwagenanbietern.

Vor allem bei diesen schaut sich Besucher Frank Hammerich vom Erdbeer-Spezialisten Heinrich (Öhringen) um – man brauche für die neue Saison 20 Fahrzeuge. „Und manche Dinge kaufen sich einfacher, wenn man sie vor Ort auf der Messe sieht“, sagt er.

Ein Top-Thema der Messe: Verpackungen aus Papier und Pappe statt aus Plastik. Die seien im Trend – was am Öko-Gewissen der Kunden und der gesetzlichen Auflagen liege, sagt Tobias Kärst, Chef der Rastatter Firma FPS Flexpack GmbH. Die verpackt auf der Messe zur Demonstration künstliche Erdbeeren in „Ruck-Zuck-Faltkörbe“ aus Pappe, in Holzschliffschalen oder in Papp-Steigen.

Die Nachfrage sei enorm gestiegen, sagt Kärst – allerdings gibt es auch zahlreiche Wettbewerber. Umso wichtiger sei der Service. Wenn etwa bei kleinen Abnahmemengen ein individueller Aufdruck eines Hofladens auf einer Erdbeerschale wirtschaftlich nicht sinnvoll ist, biete man Alternativen.

Aufgrund des Klimawandels sehen wir enorme Marktchancen.
Cornelius Jantschke, Vertriebschef der IMKO-GmbH

Die seien auch ein Hingucker. „Landfrische Beeren“ heißt es beispielsweise auf einer Holzschliffschale –solche sind auf dem Logo auch abgebildet.

Relativ unauffällig ist der Stand der IMKO Micromodultechnik GmbH, die erstmals auf der expoSE vertreten ist – ihre in Ettlingen entwickelten und produzierten Sensoren werden weltweit bis nach China und Australien verkauft. „Aufgrund des Klimawandels sehen wir enorme Marktchancen“, sagt Vertriebsleiter Cornelius Jantschke.

Die Geräte seien in ihrer Art einmalig. „Sie messen gleichzeitig die Bodenfeuchte, die elektrische Leitfähigkeit – was für die Düngung wichtig ist – und die Temperatur“, erklärt Jantschke. Die IMKO-Systeme könnten anzeigen, ob der Pflanze aktuell Wasser, Dünger oder eben beides fehle. Messungen kann der Landwirt stationär oder flexibel an mehreren Stellen vornehmen.

Auch Bewässerungssysteme sind ein Trend, der in zwei nahezu komplett belegten Messehallen dem Fachpublikum gezeigt wird. expoSE-Innovationspreise gibt es unter anderem für ein System zur biologischen Blattlausbekämpfung und für einen Verkaufsautomaten, der für unverpackte Kartoffeln und Zwiebeln konstruiert wurde.

Zu aktuellen Herausforderungen passt auch, was das Schweizer Unternehmen Insolight anbietet: Es kombiniert den Schutz von Sonderkulturen mit Solarpanels.

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