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Duell mit deutschem Tischtennis-Meister

Auswärtsspiel vor der eigenen Haustür: Grünwettersbachs Ricardo Walther freut sich auf Borussia Düsseldorf

Der ASV Grünwettersbach trifft in der Tischtennis-Bundesliga auf den amtierenden Meister Borussia Düsseldorf. Eine ganz besondere Partie ist es für Ricardo Walther.

Ricardo Walther vom ASV Grünwettersbach
„Ich habe vier Jahre für die Borussia gespielt und mit ihr Titel gewonnen, trainiere täglich dort, also von daher ist es schon etwas Besonderes für mich“, sagt Ricardo Walther über die Partie seines ASV Grünwettersbach in Düsseldorf. Foto: Peter Hennrich

Vier Jahre trug der demnächst 32 Jahre alte Tischtennis-Nationalspieler das Trikot von Rekordmeister Borussia Düsseldorf, der aktuelle Profi des ASV Grünwettersbach lebt und trainiert auch weiterhin in der NRW-Landeshauptstadt.

An diesem Donnerstag gastiert Ricardo Walther mit den Karlsruhern um Bundesligapunkte vor seiner Haustür bei den Borussen, die auch der Gegner des ASV am 7. Januar im Pokal-Halbfinale sein werden.

Pokal-Halbfinale für ASV Grünwettersbach noch kein Erfolg

Mit dem Einzug ins Final Four des Pokals hat der ASV eines seiner Saisonziele schon erreicht. Geht die Saison damit schon als eine erfolgreiche in die ASV-Annalen ein?
Walther
Nein, denn wir hatten ja noch keinen Erfolg. Wir wollten ins Halbfinale einziehen, also ist es allenfalls ein kleiner Erfolg. Aber sich damit zufriedenzugeben, ist ja nicht Sinn und Zweck. Wenn man im Halbfinale steht, dann möchte man auch gewinnen. In der Liga sind wir auch Vierter und da wollen wir so lange wie möglich ums Halbfinale mitkämpfen. Wir sind positiv gestimmt.
Was bedeutet die vierte Pokal-Halbfinal-Teilnahme für den Verein?
Walther
Das Final Four ist immer etwas Besonderes, weil vier Mannschaften in einer meist ausverkauften, riesigen Arena an einem Tag um den Titel kämpfen. Für den Verein und unsere Fans wird Ulm wieder ein Riesenerlebnis. Auch für uns Spieler ist es ein tolles Ereignis, denn wir können eben um den Titel kämpfen. Das Halbfinale gegen Borussia Düsseldorf wird natürlich schwer, aber wir wollen sie ärgern. 2018 haben wir die Borussia ja im Viertelfinale geschlagen, damit hatte auch keiner gerechnet. Aber klar, auf dem Papier sind wir Außenseiter und ein 0:3 wäre das normalste Ergebnis. Aber wir glauben an unsere Chance und wissen, dass wir mit jedem Punkt, den wir holen, Düsseldorf nervöser machen.

Walther wohnt nur einen Kilometer von gegnerischer Halle entfernt

Sie treffen ja schon an diesem Donnerstag in der Bundesliga in Düsseldorf auf die Borussen. Sie leben und trainieren in Düsseldorf. Ist es für Sie nun ein Heim- oder Auswärtsspiel?
Walther
Ein Heimspiel, weil ich ja nur einen Kilometer entfernt von der Halle wohne. Unsere Chancen sind natürlich nicht so gut, denn durch Xi Wangs Ausfall sind wir personell geschwächt. Aber wir gehen es wie jedes andere Spiel an und schauen einfach mal, was möglich ist.
Ist es immer noch etwas Besonderes für Sie, gegen Düsseldorf anzutreten?
Walther
Ich habe vier Jahre für die Borussia gespielt und mit ihr Titel gewonnen, trainiere täglich dort, also von daher ist es schon etwas Besonderes für mich.
Wie werten Sie die bisherige Saison für den ASV und für sich selbst?
Walther
Bisher läuft es sehr gut mit Pokal-Halbfinale und Platz vier in der Liga. Dieses Zwischenergebnis hätte vor der Saison jeder sofort unterschrieben. Aber wir wissen auch, dass es nur eine Momentaufnahme ist und wir derzeit personell geschwächt sind. Von daher kann sich das in den nächsten Wochen schon noch ändern.

Walther träumt weiter von Olympia in Paris

Eine Frage noch zu Ihren persönlichen Ambitionen: In der Nationalmannschaft waren Sie zuletzt immer dabei, haben mit dem Team WM- und EM-Silber gewonnen. Wie sehen Sie Ihre Chancen auf ein Ticket für Olympia 2024?
Walther
Ich weiß, dass meine Chancen sehr gering sind. Ich weiß, dass Dang Qiu und Dimitrij Ovtcharov wieder gut in Form sind, weiß aber auch, dass Timo Boll schon länger nicht mehr international gespielt hat und in der Weltrangliste sehr stark abgefallen ist. Ich weiß, dass die ersten Vier sehr, sehr stark sind, probiere mich aber so gut wie möglich anzubieten. Wenn einer ein Formtief hat oder eine Verletzung, die man natürlich keinem wünscht, will ich eine ernsthafte Option sein.

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