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Osttribüne im September fertig

Bauarbeiten am Wildparkstadion liegen trotz Coronavirus im Zeitplan

Der Stadionbau im Karlsruher Wildpark läuft und liegt im Zeitplan. Die Corona-Krise bremst das Großprojekt derzeit noch nicht. Die Tribüne im Osten – die Gegengerade – soll bis Mitte September fertig sein. Zu den Kosten gibt es wohl im Mai neue Angaben.

Im Karlsruher Wildpark wird an der Gegengeraden gebaut. Foto: jodo

Die großen Puzzleteile kommen immer in der Dunkelheit an: Alle zwei Nächte nehmen Schwerlaster Kurs auf den Wildpark. Beladen sind sie mit Fertigteilen, aus denen Stück für Stück das neue Fußballstadion entsteht. Im Osten der Arena wächst so bereits die neue spätere Gegentribüne in die Höhe.

„Die Gästefans werden später in diesem Bereich sitzen“, erklärt Frank Nenninger. Der Chef der für den Kombibau zuständigen Kasig ist auch im Wildpark oberster Bauleiter. Während die U-Strab nicht so schnell fertig wird wie einst gedacht, liegt der Stadionbau voll im Plan. In den nächsten Wochen und Monaten wächst die Tribüne Ost am Adenauerring entlang gen Süden.

Zuschauerränge werden auf 74 Zahnbalken aufgelegt

Im ganzen Stadion werden 74 Zahnbalken – das sind Stahlbeton-Fertigteil-Träger, auf die die Zuschauerränge aufgelegt werden – verbaut. Die Größten davon befinden sich in den Kurven und haben eine Länge von 29 Metern und ein Gewicht von 42 Tonnen.

Ebenfalls montiert werden 74 Teile, die wegen ihrer Form Y-Stützen genannt werden. Sie bilden die Rückverankerung des Stadiondaches und haben eine senkrechte Höhe von 22 Metern. Als Haupttragachse des Daches kommen 74 Stützen mit einer Höhe von 30 Metern zum Einsatz. Für die Verbindung der einzelnen Zahnbalken als Sitzplatzunterkonstruktion werden jeweils zehn Fertigteile von Stütze zu Stütze benötigt.

Bis zum 14. September soll die Osttribüne fertig sein.
Thomas Ernst vom Baukonzern BAM

Insgesamt sind 38 Sitzreihen herzustellen, so dass für das gesamte Stadion etwa 400 dieser Fertigteile angefertigt werden müssen. Produziert wird in einem Betonwerk in Lahr. Pro Woche werden derzeit drei Zahnbalken in luftige Höhen gehoben.

Ebenfalls pro Woche werden zwei Felder mit Sitzplatzunterkonstruktion gefüllt – das entspricht 20 Fertigteilen. „Bis zum 14. September soll die Osttribüne fertig sein“, sagt Thomas Ernst vom Baukonzern BAM.

Noch bremst das Coronavirus die Arbeiten am Wildparkstadion nicht

Noch bremst die Corona-Krise die Arbeiten nicht. „Wir müssen aber sehen, ob wir weiter an alles Material kommen“, meint Ernst. Bisher sei das der Fall, so Nenninger: „Wir haben gut vorbestellt.“

Läuft alles nach Plan, wechseln im Herbst die Fans von der Haupttribüne auf die Gegenseite. Auch Presse, VIP und Techniker finden dort dann vorübergehend Unterschlupf. Im Gegenzug wird ebenfalls ab Herbst die provisorisch im Süden aufgebaute Tribüne abgerissen und die Haupttribüne entkernt, bevor sie ebenfalls fällt.

Ende 2021 soll die Stadion-Schüssel fertig sein, im Sommer 2022 die große Eröffnung erfolgen. 35.000 Zuschauer haben dann Platz in der Arena.

Die Bauzeit über stehen immer mindestens 15.000 Plätze zur Verfügung – auch wenn man sehen muss, wann im Zuge von Corona wieder Fans in großer Zahl ins Stadion dürfen.

Neue Zahlen zu Kosten kommen im Mai

Neue Informationen in Sachen Kosten wird es indessen wohl noch im Frühling geben. Aktuell würden Risiken bewertet, sagt der Leiter des städtischen Eigenbetriebs „Fußballstadion im Wildpark“, Werner Merkel. Die Ergebnisse diskutiert der Gemeinderat dann im Mai.

Zuletzt deutete sich an, dass es wohl nicht bei den kalkulierten 125 Millionen Euro bleiben wird. Die Stadt hatte einen BNN-Bericht über mögliche Kostensteigerungen in einem Korridor von zehn bis 30 Millionen Euro bestätigt. Dabei ging es auch um Berechnungen eines Regenrückhaltebeckens. Auch an dem wird derzeit gearbeitet. Es fasst künftig bis zu 1.700 Kubikmeter, also 1,7 Millionen Liter.

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