Skip to main content

Neues aus dem Elternalltag

Berater kostenlos abzugeben

Guter Rat sei teuer, heißt es. Unser junger Vater hat ein Problem: Er erhält fortwährend kluge Ratschläge, die er gar nicht will. Familie, Freunde, Bekannte - zum Umgang mit einem Baby wollen alle ihre vermeintliche Expertise einbringen. Es gibt kein Entkommen.

Kinderkram Foto: Dolgachov - Fotolia

Cicero muss ein ziemlich ausgeschlafener Bursche gewesen sein. Immerhin hat er es im Intrigenstadl des antiken Rom zum Politiker, Anwalt, Konsul, Schriftsteller, Philosoph und Redner gebracht. Wenn also dieser Mann gesagt hat „Niemand kann dich besser beraten als du selbst“, mag man ihm nicht widersprechen. Doch genau hier liegt das Problem: Als Vater verfügst du – ob du willst oder nicht – über einen Beraterstab, der Angela Merkel vor Neid erblassen ließe. Und keiner von ihnen scheint Cicero gelesen zu haben.

Niemand hört auf Cicero

Seit der Geburt unserer Tochter vergeht kaum eine Minute, in der nicht einer unserer Helikopter-Berater Ciceros unendliche Weisheit mit Füßen tritt. Jeder Vater kennt das: Du wirst fortwährend mit klugen Sprüchen bombardiert – wobei ich mittlerweile zwischen zwei Spezies unterscheide:

Bewundernswerte Penetranz

Situative Ratschläge:

Kein Entkommen

Kurz darauf: „Glaubst du nicht, ihre Füßchen sind noch kalt?“ Fluchend ziehst du ihr ein drittes Paar Socken und zur Sicherheit noch Weste und Mützchen an. Liebevoll legst du dein Baby in seine Wippe, um es sanft auf den bevorstehenden Schlaf einzustimmen. Der Berater dann: „Deine Tochter will beschäftigt werden. Merkst du das nicht?“ Und überhaupt: „Sie schwitzt ja ganz arg.“

Der nervige Blick voraus

Perspektivische Ratschläge:
nach oben Zurück zum Seitenanfang