Skip to main content

Nicht legal – aber straffrei

Bericht einer Abtreibung: „Es soll einem nicht leicht gemacht werden”

Wie viele Hürden für Frauen, die eine Schwangerschaft abbrechen wollen, sind eigentlich gerecht? Eine Pforzheimerin sagt nach ihrem Schwangerschaftsabbruch: „Das grenzt an unterlassene Hilfeleistung.” Ein Erfahrungsbericht.
6 Minuten

Dass sie schwanger ist, bemerkt die 40-jährige Madeleine Beck (Name v. d. Redaktion geändert) aus Pforzheim schon früh. Die Übelkeit kennt sie bereits aus den Schwangerschaften mit ihren beiden Kindern. Für Beck ist jedoch klar: Ein drittes Kind möchte sie nicht bekommen. Sie will die Schwangerschaft abbrechen.

Bei ihrer Gynäkologin, bei der sie ihre Schwangerschaft noch einmal bestätigen lassen will, blitzt Beck allerdings direkt ab. Die Sprechstundenhilfe will ihr keinen Termin geben. Es sei noch zu früh, heißt es, eine Fruchthöhle – die Hülle, in der sich der Embryo später entwickelt – müsse erkennbar sein. Und in dem frühen Schwangerschaftsstadium sei das bei Beck noch nicht der Fall.

„Man sagte mir, es sei sinnlos, nach etwas zu suchen, was noch kaum da ist”, erinnert sich die Pforzheimerin. Soll sie also warten, bis der Embryo gewachsen ist, nur um die Schwangerschaft dann abzubrechen? Für Beck ergibt das keinen Sinn.

Weiterlesen? Registrieren!

  • Zugriff auf alle Inhalte von BNN+
  • Kostenlos bis Jahresende, kein automatisches Abo
  • Weniger Werbung
Die BNN ist berechtigt, Ihre E-Mail-Adresse zur Information über eigene und ähnliche Produkte (wie BNN+, ePaper oder Zeitung) zu nutzen. Sie können der Verwendung jederzeit hier widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.
nach oben Zurück zum Seitenanfang