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Über 950 Menschen infiziert

Zwölf Corona-Todesfälle in Altenheimen in Bretten und Stutensee

In Bretten und Stutensee sind zwölf Bewohner von Seniorenheimen an den Folgen einer Infizierung mit dem Coronavirus gestorben. Diese Zahl sei vorerst unverändert, teilte Martin Zawichowski, Sprecher des Landratsamtes in Karlsruhe, mit. In den Seniorenheimen seien zudem rund 130 Bewohner und 70 Pflegekräfte mit dem Coronavirus infiziert.

Zwölf der 17 Covid-19-Todesfälle im Landkreis Karlsruhe waren Bewohner von Seniorenheimen. Foto: N/A

In Bretten und Stutensee sind zwölf Bewohner von Seniorenheimen an den Folgen einer Infizierung mit dem Coronavirus gestorben. Diese Zahl sei vorerst unverändert, teilte Martin Zawichowski, Sprecher des Landratsamtes in Karlsruhe, mit.

Sechs Todesfälle gab es nach Angaben des Landratsamtes im Brettener Haus Schönblick, fünf im Seniorenhaus Edelberg in Stutensee-Friedrichstal und einen in Seniorenzentrum in Stutensee-Blankenloch. Brettens Oberbürgermeister Martin Wolff spricht sogar von sieben Toten im Haus Schönblick. Im gesamten Stadt- und Landkreis Karlsruhe sind bislang 17 Menschen an Covid-19 gestorben.

In den Seniorenheimen seien zudem rund 130 Bewohner und 70 Pflegekräfte mit dem Coronavirus infiziert, so Zawichowski. Im gesamten Landkreis sind es Stand 8. April 956 Infizierte. 299 sind inzwischen wieder genesen.  Aktuelle Zahlen will das Landratsamt am Mittag veröffentlichen. Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup und Landrat Christoph Schnaudigel wollen sich am Nachmittag in einem gemeinsamen Online-Pressegespräch äußern.

Baden-Württemberg erlässt wegen Covid-19 Ausgangssperre für Bewohner von Altenheimen

Um die Bewohner von Alten- und Seniorenheimen besser zu schützen, hat der baden-württembergische Ministerrat am Dienstag, 7. April, Ausgangsbeschränkungen für die Bewohner von Alten- und Seniorenheimen beschlossen. Sie sollen die Einrichtungen nur noch aus triftigen Gründen verlassen dürfen, etwa für einen Arztbesuch.

Jetzt gehen wir einen Schritt weiter und präzisieren die bereits geltenden strengen Regelungen dort, wo sie am dringendsten notwendig sind: in den Einrichtungen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf.
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg

„Vor allem ältere Menschen und Menschen mit Grunderkrankungen haben ein deutlich erhöhtes Risiko, bei einer Infektion mit dem Coronavirus schwere Symptome wie Atemnot zu entwickeln – und schließlich daran zu sterben", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann nach der Kabinettsitzung.

"Die Landesregierung hat frühzeitig reagiert und zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht, um diese Menschen zu schützen. Jetzt gehen wir einen Schritt weiter und präzisieren die bereits geltenden strengen Regelungen dort, wo sie am dringendsten notwendig sind: in den Einrichtungen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf.“

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Besuchsverbote wegen Coronavirus würden umgangen

Die Maßnahmen begründete Kretschmann damit, dass die bestehenden Besuchsverbote immer wieder umgangen würden. So würden etwa Angehörigen Senioren vor dem Heim abgeholen häufig ohne geeignete Schutzmaßnahmen. "Das ist zwar menschlich nachvollziehbar, aber in der Sache natürlich brandgefährlich", betont Kretschmann.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Überblick

Landesweit sind nach Informationen des Gesundheitsministeriums bislang 43 an Covid-19 erkrankte Pflegeheimbewohner gestorben. Mindestens 454 Heimbewohner und Pfleger seien erkrankt. In Baden-Württemberg leben laut Ministerium rund 100.000 Menschen in Senioren- und Pflegeheimen.

Heime beklagen zu wenig Schutzausrüstung

Die Pflegeeinrichtungen selbst üben derweil harsche Kritik. Vor allem Schutzausrüstung für die Mitarbeiter sei derzeit Mangelware. Zwar hätten Bund und Länder Heimen Schutzausrüstung zugewiesen, die Lieferungen reichten aber bei Weitem nicht aus. Beatrix Vogt-Wuchter, Abteilungsleiterin beim Diakonischen Werk Baden, fordert, Bewohner von Seniorenheimen und Pfleger vorrangig auf das Conronavirus zu testen, um Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen.

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