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Regierung lässt sich Zeit

Botanischer Garten und Schlossgarten Karlsruhe sind wegen Corona noch tabu

Noch sind der Schlossgarten und der Botanische Garten in Karlsruhe wegen der Corona-Gefahr für die Bürger gesperrt. Ein Öffnungssignal im Rahmen der Lockerungen im öffentlichen Leben gibt das Land vielleicht am Dienstag. Vorerst aber ist unklar, wann die attraktiven Adressen wieder bevölkert sind.

VOR DEM SCHLOSS ist es momentan mit Abstand am schönsten; denn im Park hinter dem Turm und im Botanischen Garten sind die Karlsruher wegen Corona ausgeschlossen. Foto: jodo

Noch sind der Schlossgarten und der Botanische Garten in Karlsruhe wegen der Corona-Gefahr für die Bürger gesperrt. Ein Öffnungssignal im Rahmen der Lockerungen im öffentlichen Leben gibt das Land vielleicht am Dienstag. Vorerst aber ist unklar, wann die Gärten wieder bevölkert sind.

Es ist Frühling in den fürstlichen Gärten, und keiner darf hin. Die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten lassen den in der Coronavirus-Krisenzeit stark auf ihre Wohnungen beschränkten Deutschen bewusst den Auslauf in der Natur. Und so strömen die Menschen bei Sonnenschein und Wärme hinaus zu Wiesen und Wäldern.

Aber ausgerechnet in der Stadt sind die Parks zu Tabuzonen erklärt worden. Der Schlossgarten und der Botanische Garten, die sonst die Massen magnetisieren, sind genauso wie der Stadtgarten mit dem Zoo abgesperrt, um Gruppenbildungen und Distanzlosigkeit in Zeiten der erhöhten Infektionsgefahr zu verhindern.

Seit Montag greifen die ersten Lockerungen der Kontaktsperre: Viele Geschäfte sind wieder offen, die Gärten aber bleiben weiter geschlossen. Die Kanzlerin überlässt es dem Land, wie es mit seinen Attraktionen um den einstigen Fürstensitz verfahren will. Und die von den Grünen geführte Landesregierung in Stuttgart lässt sich mit der neuen Entscheidung in dieser Grünfrage Zeit.

Corona-Krise: Termin für Öffnung noch ungewiss

Noch kann das für die Schlossanlagen zuständige Karlsruher Amt von Vermögen und Bau Baden-Württemberg keine Angaben dazu machen, wann die Tore zum Schlossgarten und zum Botanischen Garten mit den Gewächshäusern wieder aufgehen.

Erst am Dienstag will man sich zu der entsprechenden BNN-Anfrage erklären. Auf dem zugänglichen Schlossplatz bleiben auch die fünf Brunnen und die Wasserbänder im Rasen wie die rund 130 kommunalen Wasserspiele in der Fächerstadt abgestellt. Damit will man vermeiden, dass die Menschen vom Wasser angezogen werden und dort eine gefährliche Distanzlosigkeit eingehen.

NUR DER BLICK durch die Stäbe ist beim Botanischen Garten erlaubt. Foto: jodo

Auf der Rasenterrasse und in den Najadenwäldchen vor dem Schloss beten viele Menschen ganz legal und auf Abstand achtsam die Sonne an. In die Gärten aber darf derzeit noch nicht ein Mal der BNN-Fotograf, um die verborgene Frühlingspracht für die ausgesperrten Karlsruher abzulichten. Die Anlagen sind durch Corona wieder zu Tabuzonen geworden, wie vor über 100 Jahren, als noch die Krone in Deutschland und der Großherzog im Karlsruher Schloss das Sagen hatten.

Die Bauarbeiten im Botanischen Garten sind fast abgeschlossen.
Thomas Huber, Chef der Schlossgärtner

Thomas Huber, Chef der Schlossgärtner, berichtet, dass in den vier Wochen unter Ausschluss der Öffentlichkeit alles bestens gedeihe. " Die Bauarbeiten im Botanischen Garten sind fast abgeschlossen. Die neuen Beete im Parterre vor den Schauhäusern sind angelegt. Jetzt kommt die Bepflanzung", erklärt Huber. Und dem strapazierten Schlossgarten tue die Ruhephase gut: Auf kahlen Stellen sprießen Halme.

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