Skip to main content

Baustellenbesichtigung

Bund und Land bekennen sich zur zweiten Rheinbrücke bei Karlsruhe

Vertreter von Bund und Land haben sich am Montag erneut zu einer zweiten Rheinbrücke für die Region bekannt. Das Landesverkehrsministerium hatte zur Besichtigung der sanierten Brücke zwischen Karlsruhe und Wörth eingeladen.

Pläne bekräftigt: Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Steffen Bilger (Dritter von links) sprach sich bei der Besichtigung der sanierten Rheinbrücke Maxau klar für ein zweites Exemplar aus. Foto: Hora
Bund und Land haben am Montag bekräftigt, wie wichtig aus ihrer Sicht der Bau einer zweiten Rheinbrücke bei Karlsruhe ist. Das Baden-Württembergische Verkehrsministerium hatte am Nachmittag zur Besichtigung der sanierten Rheinbrücke Maxau zwischen Karlsruhe und Wörth eingeladen.

Neben Uwe Lahl, Ministerialdirektor im Ministerium in Stuttgart war auch Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium nach Karlsruhe-Maxau gekommen. Bilger sagte: „Aus Sicht des Bundes ist es sehr, sehr wichtig, dass die zweite Rheinbrücke kommt.“ Das habe auch klimapolitische Gründe: „Wenn die Pendler im Stau stehen, ist das kontraproduktiv.“, so Bilger.

Ziehen an einem Strang

Uwe Lahl betonte, dass Bund und Land in diesem Fall an einem Strang ziehen. Das Oberverwaltungsgericht in Koblenz hatte im November eine Klage des BUND gegen die Planungen auf Pfälzischer Seite zurückgewiesen. Ein Urteil des Verwaltungsgerichtshof in Mannheim steht noch aus. „Ich hoffe, dass die baden-württembergische Seite bald zur Verhandlung einlädt und das Ergebnis dasselbe sein wird wie in Rheinland-Pfalz“, sagte Lahl. Vorgezogene Naturschutzmaßnahmen liefen bereits.

Pro & Kontra:

Vorzeigebeispiel

Mit Blick auf die im Dezember abgeschlossene Sanierung der bestehenden Brücke zwischen Karlsruhe und Wörth betonten beide Politiker den Stellenwert des Projekts. „Die Ertüchtigung dieser Brücke ist ein gutes Beispiel für den Brückenbau im gesamten Land“, sagte Steffen Bilger. Die Rheinbrücke Maxau ist die erste Brücke deutschlandweit, deren Stahlplatte in einem Spezialverfahren mit hochfestem Beton verstärkt wurde. Insgesamt flossen 14 Millionen Euro in die Ertüchtigung.

Ministerialdirektor Lahl sprach die Staus an, die sich während der 14-monatigen Sanierung täglich auf beiden Seiten der Brücke bildeten. „Natürlich waren wir in Hinblick auf die Pendlerströme in Sorge. Und ich möchte nichts beschönigen. Aber ich persönlich dachte, es würde schlimmer.“ Trotzdem bewiesen die Verkehrsbehinderungen, wie wichtig eine zweite Rheinbrücke sei.

Baustelle wird abgebaut

Die Sanierung der Brücke hatte im Oktober 2018 mit mehrmonatiger Verspätung begonnen. Die Baufirma goss zunächst eine Probeplatte. Doch erst im dritten Anlauf wies der Beton die nötigen Eigenschaften auf. Dennoch gelang es, die Arbeiten im Zeitplan bis Dezember 2019 abzuschließen. In dieser Woche werden die letzten Reste der Brücken-Baustelle abgebaut, Ampeln entfernt und Leitplanken geschlossen. Noch bis Freitag müssen dafür einzelne Fahrspuren kurzzeitig gesperrt werden.

nach oben Zurück zum Seitenanfang