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Bundestagswahl

CDU im Wahlkreis Karlsruhe-Land steht Zweikampf bevor

Nicolas Zippelius, Mitglied des Kreistags und des Gemeinderats in Weingarten, bewirbt sich im Bundestagswahlkreis Karlsruhe-Land um das Direktmandat für die CDU Karlsruhe-Land. Er fordert damit Axel E. Fischer heraus, der seit 1998 für den Wahlkreis als Abgeordneter im Bundestag sitzt.

Amtsinhaber: Axel E. Fischer ist seit 1998 Abgeordneter des Bundestagswahlkreises Karlsruhe-Land. Foto: Britta Pedersen

Die Nominierungsveranstaltung für die Bundestagswahl der CDU Karlsruhe-Land, die voraussichtlich am 15. Oktober in Ettlingen stattfinden soll, wird für Axel E. Fischer kein Selbstläufer: Nicolas Zippelius, Mitglied des Kreistags und des Gemeinderats in Weingarten, hat am Freitag bekannt gegeben, dass er seinen Hut in den Ring werfen und sich um das Direktmandat für die CDU Karlsruhe-Land im Wahlkreis 272 bewerben wird.Er fordert damit den langjährigen Abgeordneten heraus, der seit 1998 im Bundestag sitzt und bei den Wahlen 2002, 2005, 2009, 2013 und 2017 das Direktmandat im Wahlkreis errang.

Nominierung soll fairer Prozess sein

Das Wort Kampfkandidatur möchte Nicolas Zippelius nicht hören. „Ich finde den Begriff schade“, sagt er auf BNN-Anfrage. Seinen Parteikollegen Fischer habe er im Vorfeld „in einem offenen Gespräch“ informiert. Dieser habe sein Vorhaben offen aufgenommen. „Die Auswahl zu haben ist das Wesen der Demokratie“, erklärt Zippelius.

Er erwarte nun die Nominierung in einem fairen Verfahren. Es sei eine „sehr gesunde Angelegenheit“ zwischen zwei Kandidaten wählen zu können. Er wolle als Bundestagskandidat „neue Schritte gehen“. „Ich bin sehr motiviert und guter Dinge“, sagt er. Er habe Zuspruch und Glückwünsche auf allen möglichen Kanälen bekommen. Die Entscheidungsmöglichkeit werde, so Zippelius’ Eindruck, positiv aufgenommen.

Programmatisch will Nicolas Zippelius vor allem seine berufliche Kompetenz und kommunalpolitische Erfahrung einbringen. „Wir erleben eine Zeit des rasanten Wandels, verbunden mit gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen. Diesen Wandel möchte ich im Sinne der Menschen vor Ort gestalten“, sagt er.

Dazu zählten der Wandel in der Mobilität, der Ausbau der (digitalen) Infrastruktur, die Dualität von Stadt und Land, ein starker und moderner Staat mit einer handlungsfähigen Verwaltung sowie die Unterstützung von kleinen und mittelständischen Unternehmen, die er als Fundament des gesellschaftlichen Wohlstandes bezeichnet. „Ich wünsche mir eine Politik zum Anfassen mit viel Beteiligung und Offenheit“, erklärt er seine Motivation für die Kandidatur, „Politik kann so spannend sein und betrifft einen jeden Tag.“ Seine Bewerbung stünde deshalb unter dem Motto „Von hier. Für euch.“

Der 33-jährige Kommunalpolitiker hat in Frankfurt Politikwissenschaft studiert. Er arbeitet bei einem führenden, börsennotierten Werbeunternehmen, bei dem er als Projektleiter die Zusammenarbeit mit zahlreichen Städten und Gemeinden im Bereich der Digitalisierung und strategischen Kommunikation verantwortet. Zippelius ist Mitglied des Kreistags, sitzt in seiner Heimatgemeinde Weingarten im Gemeinderat und hat einen Junge-Union-Gebietsverband gegründet.

„Ich war überrascht“, schildert der langjährige Bundestagsabgeordnete Axel E. Fischer seine Reaktion auf die Bewerbung des Parteikollegen. Dies sei aber gelebte Demokratie. Er werde mit aller Kraft kandidieren. Wichtig sei, dass bald Klarheit für den Wahlkampf geschaffen werde. „Ich bin zuversichtlich, dass ich es gewinnen werde“, erklärt der 54-Jährige. Er werde sich auch weiterhin für die Belange des Wahlkreises einsetzen.

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