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Schärfere Maßnahmen bei 35

Corona-Inzidenz in Karlsruhe überschreitet 20er-Marke

Die Corona-Inzidenz in Karlsruhe ist auf 20,8 gestiegen. Zwei weitere Regionen in Baden-Württemberg haben die 20er-Schwelle ebenfalls überschritten.

Der Inzidenzwert in Karlsruhe hat die 20er-Marke überschritten. Entscheidend für schärfere Maßnahmen ist die Schwelle zur 35er-Inzidenz. Foto: Marijan Murat/dpa

So langsam sie zuletzt gesunken war, so schnell steigt die Corona-Inzidenz in Baden-Württemberg wieder an. Im landesweiten Schnitt der vergangenen sieben Tage ist nach Daten vom Mittwoch bei 8,1 je 100 000 Menschen eine Neuinfektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Am Vortag hatte der Wert noch bei 7,2 gelegen.

Die Städte Ulm (26,8) und Karlsruhe (20,8) sowie der Landkreis Heidenheim (20,3) liegen über der 20er-Marke. Entscheidend für schärfere Maßnahmen ist die Schwelle zur 35er-Inzidenz. Am niedrigsten war der Wert mit 0,5 im Landkreis Schwäbisch Hall.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Südwesten seit Beginn der Pandemie stieg um 229 auf 502 324, wie die Behörde mitteilte.

10 328 Corona-Tote in Baden-Württemberg

10 328 Menschen sind inzwischen an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit gestorben. Das waren fünf mehr als am Vortag. Als genesen gelten geschätzt 490 146 Infizierte (plus 121).

15,2 Prozent der betreibbaren 2373 Intensivbetten sind der Mitteilung nach im Moment frei. Dieser Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können.

Die Lage in den Krankenhäusern soll zusätzlich zur Inzidenz auch verstärkt eine Rolle bei der Beurteilung von notwendigen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie spielen.

Solche Intensivbetten werden aber nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern ebenso für Menschen mit anderen gravierenden Erkrankungen.

57,6 Prozent aller Menschen in Baden-Württemberg einmal gegen Corona geimpft

6 391 431 Menschen in Baden-Württemberg sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts mittlerweile einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Das sind den Daten zufolge 57,6 Prozent der Bevölkerung. Der Bundesschnitt liegt bei 58,9 Prozent.

Als vollständig geimpft gelten den Daten zufolge im Südwesten 4 810 495 Menschen oder 43,3 Prozent (bundesweit: 43,7). Beim Impfstoff von Johnson & Johnson reicht eine Dosis. Bei allen anderen Vakzinen sind zwei Spritzen nötig.

Seit Ende Dezember wurden dem Landesgesundheitsamt 141 536 Fälle mit Hinweisen auf „besorgniserregende Varianten“ übermittelt.

Als solche gelten Viren mit Mutationen, die ein höheres Ansteckungsrisiko haben. Vor allem bei der als hoch ansteckend geltenden Delta-Variante, die zuerst in Indien entdeckt wurde, ist die Tendenz steigend.

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