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Nach Ausbruch in Freikirche

Corona-Lage in Karlsruhe stabilisiert sich wieder

Mit Sorge haben viele Karlsruher zuletzt die Entwicklung der Corona-Zahlen beobachtet. Diese stiegen sprunghaft an, weil sich das Virus nach dem Treffen einer Freikirche in mehreren Familien verbreitete. Nun stabilisiert sich die Lage wieder. In den vergangenen Tagen wurden nur vereinzelte oder auch gar keine neuen Fällen gemeldet.

In den vergangenen Tagen wurden in Karlsruhe nur noch vereinzelt positive Corona-Tests gemeldet. Foto: Denis Balibouse

Nach dem zuletzt spürbaren Anstieg der Corona-Fälle in Karlsruhe stabilisiert sich die Lage wieder. Aktuell meldet das Gesundheitsamt 38 aktive Fälle im Stadtgebiet. 29 davon stehen im Zusammenhang mit einem Treffen der Freikirche „Leben und Licht“.

Weil das Virus von dort in mehrere Familien hineingetragen worden war, stiegen die Karlsruher Zahlen vor rund acht Tagen deutlich an. In den vergangenen Tagen seien nur einzelne beziehungsweise gar keine neuen Infektionen hinzugekommen, so das Landratsamt.

Immer wieder vereinzelte Ausbrüche

Schon vor dem Ausbruch im Zusammenhang mit der Freikirche war Karlsruhe anders als zahlreiche Umlandgemeinden nie auf null Fälle gekommen. Über Wochen waren stets acht, neun Erkrankte gemeldet.

„Mit zunehmenden Lockerungen der Corona-Beschränkungen stellen wir an verschiedenen Stellen im Stadt- und Landkreis eine leichte Zunahme von Infektionen fest, ohne dass es zu längeren Infektionsketten oder Ausbrüchen kommt“, erklärt Martin Zawichowski, Pressesprecher des Landratsamts. Das zeige, dass das Virus zwar nicht weit verbreitet, aber dennoch nach wie vor aktiv sei. Deshalb appelliere das Gesundheitsamt an jeden Einzelnen, die Hygiene- und Abstandsregeln zu beachten.

Ubstadt-Weiher und Kürnbach stechen hervor

Mit Blick auf den Landkreis fallen zwei Gemeinden mit einer prozentual zur Einwohnerschaft gerechnet höheren Fallzahl auf, nämlich Ubstadt-Weiher mit elf und Kürnbach mit zwei Fällen. In Ubstadt stehen fünf der Fälle im Zusammenhang mit der Flüchtlingsunterkunft in Zeutern, sechs haben einen Bezug zur Karlsruher Freikirche.

In Kürnbach lassen sich, so das Gesundheitsamt, die aktuellen Fälle keinem bestimmten Geschehen zuordnen. Zwei stünden im familiären Zusammenhang, ein dritter werde ab Dienstag als „genesen“ geführt.

Ein Covid-19-Patient wird im Klinikum beatmet

Im gesamten Stadt- und Landkreis sind derzeit 70 aktive Corona-Fälle gemeldet. Als genesen gelten 1.376 Menschen, es gab 95 Todesfälle. Ein Covid-19-Patient wird am Städtischen Klinikum auf der Intensivstation beatmet.



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