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Pforzheim weiter hohe Inzidenz-Werte

Das sagen die Corona-Zahlen des Landesgesundheitsamtes vom ersten Weihnachtsfeiertag

Mit dem neuerlichen Lockdown soll die Zahl der Corona-Neuinfektionen gebremst und der Wert der 7-Tage-Inzidenz gedrückt werden. Hat das geklappt? Wie haben sich die Zahlen zwischen Karlsruhe, Pforzheim und Offenburg entwickelt?

Mit dem neuerlichen Lockdown soll die Zahl der Corona-Neuinfektionen gebremst und der Wert der 7-Tage-Inzidenz gedrückt werden. Hat das geklappt? Foto: Federico Gambarini/dpa

Zehn Tage dauert der zweite Lockdown wegen der Corona-Infektionen nun schon. Hat sich das zahlenmäßig ausgewirkt? Ist die Zahl der Neuinfektionen rückläufig? Sinkt der Wert der 7-Tage-Inzidenz, die das Infektionsgeschehen auf immer 100.000 Einwohner berechnet und somit vergleichbar wird? Ist der Zielwert „kleiner 50“ in Sichtweite? Oberhalb 50 gilt eine Region als Risikogebiet.

Ein Blick auf den „Tagesbericht Covid-19“ des Landesgesundheitsamtes vom 25. Dezember zeigt eine Entwicklung. Die landesweite 7-Tage-Inzidenz lag zum Start des Lockdowns (16. Dezember) bei 191,2, lag am 18. Dezember bei 199,1 und am 21. Dezember bei 207,8. Für den ersten Weihnachtsfeiertag wird der Wert mit 175,2 angegeben.

Bei der Bewertung ist aber Zurückhaltung angezeigt - über Heiligabend dürfte die Zahl der Corona-Tests gegenüber den vorangegangenen Tagen deutlich reduziert gewesen sein. Das hätte Einfluss auf die Zahlen der Neuinfektionen. Abzuwarten bleibt, wie sich das Infektionsgeschehen in den kommenden Tagen und unter Berücksichtigung der weihnachtlichen Lockerungen bei den Kontakten weiter entwickelt.

Rückgang in der Region Karlsruhe

Gleichwohl gibt es etwa für den Raum Karlsruhe positive Anzeichen. Im Stadtgebiet sank der Wert der 7-Tage-Inzidenz per 25. Dezember auf 126,6 - eine Woche zuvor wurde der Wert 134 genannt. Im Landkreis ist der Rückgang signifikanter: Er liegt nach 214 jetzt bei 187,1.

Ungünstiger ist hingegen die Entwicklung in Pforzheim. Dort wurde am 16. Dezember ein Wert von 348 genannt, am 18. Dezember betrug er 318, an Weihnachten lautete er 334. Im Corona-Hotspot Enzkreis gab es keine bemerkenswerte Änderung. Der Wert 261 von Weihnachten unterscheidet sich nur marginal von dem von vor einer Woche - 264.

Rastatt und Baden-Baden positiv

Für den Landkreis Rastatt berichtete das Landesgesundheitsamt am 18. Dezember noch von einer 7-Tage-Inzidenz von 151 - am 25. Dezember werden 113,6 genannt. Im Stadtkreis Baden-Baden ging der Wert drastisch zurück - von 161 auf 76. Das ist übrigens der einzig zweistellige Wert der 7-Tage-Inzidenz in allen Stadt- und Landkreisen in Baden-Württembergs, was wiederum unterstreicht, dass bis zu einem Durchschnitt von unter 50 noch ein Stück Weges liegt.

Verbesserung in der Ortenau und im Kreis Calw

Was macht der Ortenaukreis? Hier ist ein Rückgang von 211 auf 185 zu verzeichnen.

Auch der Landkreis Calw wird mit einem stark reduzierten Wert - von 316 in der Vorwoche auf aktuell 239,9 - in der amtlichen Statistik verzeichnet.

Unterschiedliche Entwicklung

Landesweit stieg die Zahl der übermittelten Corona-Fälle vom 24. auf den 25. Dezember um knapp 2.000 auf 227.291 Fälle. In Pforzheim wurden dabei nur 28 neue Fälle gemeldet, in Karlsruhe 50. Auffällige Zahlen gab es etwa im Landkreis Ravensburg mit über 280.000 Einwohnern, wo in 24 Stunden knapp 150 neue Fälle hinzukamen, oder im Kreis Esslingen (535.000 Einwohner), wo es 134 Fälle mehr gab. Im Stadtkreis Baden-Baden, der nur gut 55.000 Einwohner hat, war es ein Fall.

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