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Städte-Ranking

Das sind die grünsten Großstädte Baden-Württembergs

An heißen Sommertagen kühlen Grünflächen die Städte. Mannheim und Karlsruhe haben davon am wenigsten, zudem stellt sich das Karlsruher Begrünungsprogramm als Flop heraus. Auf Platz eins landet überraschend eine Gemeinde aus der Region.

Ranking: Die grünsten Großstädte in Baden-Württemberg. Foto: Simon Haas

Unter der Sommerhitze leiden vor allem Stadtbewohner – auch, weil in den Betonwüsten Grünflächen fehlen. Das zeigt der Blick vom Weltall auf die bevölkerungsreichsten Städte Baden-Württembergs. Mannheim schneidet im Großstadt-Vergleich besonders schlecht ab, hat aber immerhin ein erfolgreiches Begrünungsprogramm – im Gegensatz zu Karlsruhe.

Pflanzen machen Städte nicht nur hübscher, sondern haben auch praktische Vorteile: Sie sind ein natürlicher Feinstaubfilter und CO2-Speicher, an Gebäuden verbessern sie außerdem das Mikroklima. Auch Bäume spenden nicht nur Schatten, sondern übernehmen an heißen Sommertagen die Funktion einer biologischen Klimaanlage. Indem sie große Mengen Wasser verdunsten, kühlen sie nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Umgebung.

Nach dem Krieg hat das Auto das Grün aufgefressen

Dabei gäbe es noch immer viel Platz für Grünflächen, etwa in den Hinterhöfen der Gründerzeitquartiere, in den Schottergärten der Vorstädte – oder auf den Dächern großer Fertigungshallen, von Garagen und Wohnhäusern. „An heißen Tagen bietet eine solche grüne Isolationsschicht Temperaturvorteile im zweistelligen Bereich”, sagt Emeis. „Begrünte Gebäude heizen sich langsamer auf und bleiben insgesamt kühler.”In den heißen Nachkriegssommern 1945 und 1946, als es überall an Wohnungen mangelte, waren Hitzewellen für Stadtplaner freilich das geringste Problem. Zweckmäßig und autogerecht sollte sie sein, die Nachkriegsstadt. Vegetation wurde solange geduldet, wie es der Verkehr zuließ. „Das Auto hat das Grün aufgefressen”, sagt Stefan Emeis, Professor für Meteorologie am KIT Karlsruhe.

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