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Die Burger sind los

Der „Elephant Foodtruck“ bietet Streetfood aus regionalen Produkten

Im Homeoffice sitzen und Hunger kriegen? Kein Problem, wenn der „Elephant Foodtruck“ in der Nähe parkt. Da gibt es nämlich mittags Burger und mehr.

Gordon Glökler und Di Kage-Chen können so einiges zaubern. „Die Leute wollen uns aber vor allem wegen der Burger.“ Foto: Tanja Mori Monteiro

Woher hat der „Elephant-Foodtruck“ seinen Namen? Wer davorsteht, den befällt so eine Ahnung.

Groß und grau ist das Ding nämlich. Und erinnerte eben auch die Eigentümer Gordon Glökler (35) und Di Kage-Chen (44), als sie ihn vor sechs Jahren das erste Mal begutachteten, an einen Dickhäuter. „Das gefiel uns“, erzählte Glökler. „Jeder mag Elefanten. Und wir wollten nicht der millionste Truck sein, der Tasty Burger heißt.“

“Uns hat die Homeoffice-Fraktion entdeckt“

Burger nämlich gibt es beim Elephant. Elefantastisch gute Burger quasi, über die die Menschen reden. „Wir machen keine Werbung“, sagt Di Kage-Chen. „Das läuft alles über Mund-zu-Mund-Propaganda.“ Hast Du schon gehört?, heißt es dann etwa.

Dienstags ist Burgertag in Durlach. Da parkt der graue Riese nämlich auf dem Parkplatz vom Grünen Krebs. „Hier hat uns jetzt während Corona die Homeoffice-Fraktion entdeckt“, berichtet Glökler, während er einen Burger baut. Pommes gibt es dazu. Eine Salatbar hat er auch im Truck.

Er ist gelernter Koch. Auch Kage-Chen ist Gastronomin. Kennengelernt haben sich die beiden auf der Heidelberger Hotelfachschule. Damals träumten sie noch davon, gemeinsam ein Café zu eröffnen. Beinahe war es auch schon so weit, sie suchten in Karlsruhe nach dem richtigen Objekt. Aber dann explodierten die Mieten und die Stadt verwandelte sich in eine Dauerbaustelle, und die beiden dachten sich: Nein, zu unsicher, wir machen das anders. Wir wollen flexibel sein. Lass uns mobil sein!

Brötchen, Patties und Saucen: alle nach eigenem Rezept

Sie kauften den Truck. Sie entwickelten die Rezepte für ihre Saucen, die für die Brötchen, die ihnen die Vollkornbäckerei Fasanenbrot herstellt, und die für ihre Patties, die ihnen die Metzgerei Brath liefert. „Wir verkaufen nur, was wir selber essen“ – darauf legen alle beide Wert. Deshalb sind ihre wechselnden Spezialburger auch wirklich speziell: Den sehr beliebten österreichischen Burger gibt es nur, nachdem Gordon Glökler mit seiner Familie Urlaub in Österreich gemacht und österreichischen Käse mitgebracht hat.

Den schwedischen Burger mit Preiselbeersoße gibt es nur, wenn Di Kage-Chens Schwester aus Schweden zu Besuch war und – logisch – schwedischen Käse im Gepäck hatte. Wegen Corona wird es wohl noch etwas dauern, bis diese beiden Varianten wieder auf der Karte auftauchen. Aber den beiden vom Elephant Foodtruck fällt immer wieder etwas Neues ein.

Sie experimentieren dann in ihrer Küche in Neureut, wo nebenan der Elephant eine Garagenheimat gefunden hat und wo die zwei den Wochenvorrat Patties herstellen und einfrieren. „Durch das Anfrieren lassen sie sich viel besser anbraten“, verrät Gordon. Dann fallen sie nicht so schnell auseinander.

“Wir sind, wo ihr seid.“

„Wir sind, wo ihr seid“, das ist das Elephant-Motto und nicht nur zu Corona-Zeiten. Kage-Chen und Glökler haben feste Stellplätze, kurven aber auch durch die Region, wenn sie gerufen werden. Für Betriebsfeiern oder Hochzeiten etwa kann man sie buchen. Und wer einen Parkplatz hat, groß genug für den grauen Riesen, darf sich gerne melden. Freitags etwa hätten die zwei vom Elephant noch Zeit, ihren Truck aufzubauen und Burger zu braten.

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