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Kommentar zur Wahl

Der neue und alte Karlsruher OB: Mentrup, der Bürgerpräsident

Frank Mentrup hat seine gute Ausgangsposition genutzt und ist als Karlsruher Oberbürgermeister wiedergewählt worden. Sein gutes Ergebnis hat mehrere Gründe - schreibt BNN-Redakteur Theo Westermann in seinem Kommentar.

Frank Mentrup spricht am Wahlabend im Karlsruher Rathaus mit Reportern und Anhängern. Foto: Tanja Starck

Krisen sind immer Zeiten der Regierenden. Das lehrt die Geschichte. Für seinen klaren Sieg gleich im ersten Wahlgang der Karlsruher Oberbürgermeisterwahl hatte Frank Mentrup daher eine gute Ausgangsposition. Und die hat er genutzt: In Corona-Zeiten gab er einen guten Krisenmanager ab. Er spielte nicht den Hardliner, der jede Stuttgarter Vorgabe zur Einschränkung des öffentlichen Lebens noch übererfüllen will.

Natürlich ist Mentrup mit dem Blick auf die vergangenen acht Jahre nicht auf seine Rolle als Krisenmanager zu reduzieren. Aber es gab viele weitere kritische Situationen, die ein weniger geschickt agierendes Stadtoberhaupt auch aus dem Sattel hätten heben können. Da ist zentral der U-Strab-Bau zu nennen. Kurz nach seinem Amtsantritt stand das Projekt gleich mehrfach vor dem Scheitern. Mentrup wendete das Projekt, das er politisch geerbt hatte, unter der Mitarbeit kompetenter Fachleute in die richtige Richtung: So, dass die Bürger wieder die Chancen für die Stadt und nicht nur die Probleme sahen. Die Bürger bewerteten die erste Amtszeit ihres Stadtoberhaupts nun am Wahlsonntag mehrheitlich so, dass Mentrup vieles gelungen ist. Und das wenige, was schief ging oder wo er unglücklich agierte, war für sie nicht von zentralem Gewicht.

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