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Datenschutz beim DRK

DRK-Ersthelfer im Landkreis Karlsruhe verlieren wertvolle Minuten durch unvollständige Alarmierung

Wenn der Alarm ertönt, können die Ersthelfer des DRK Karlsruhe nicht direkt zum Patienten fahren. Auf dem Pieper fehlt die Adresse. Es ist zuerst ein Rückruf in der Leitstelle nötig.

Hilferuf ohne Orientierung: Ehrenamtliche Ersthelfer des DRK bekommen aufgrund von Datenschutz nicht mehr alle Informationen angezeigt. Die Adresse fehlt, und damit verlieren sie wertvolle Minuten (Symbolbild). Foto: Rake Hora

Die Bedeutung von Zeit wächst bei einem Herzinfarkt oder einer Reanimation. Sekunden entscheiden im Notfall über Leben oder Tod. Sekunden, die keine Frage nach Datenschutz zulassen, sind sich ehrenamtliche Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) einig. Unter anderem werden in einem Schreiben, das der BNN-Redaktion vorliegt, dahingehend Vorwürfe gegenüber der Integrierten Leitstelle Karlsruhe geäußert.

„Alle Alarmierungen an Rettungsdienst, Notfallhilfe und Feuerwehr werden nur noch mit dem Diagnose Stichwort und einem Ortsteil versehen“, sagt Rettungsdienstleiter Daniel Schneider, zuständig für die Integrierte Leitstelle Karlsruhe. Die Informationen könnten bislang von jedem abgefangen werden. Das wolle man verhindern, bis die Datenverschlüsselung steht. Lediglich wer ein hinterlegtes Dienstfahrzeug mit entsprechender Ausstattung besitzt, erhält die Details.

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