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Viel Gras kommt aus der Region

Ein Polizist und ein Ex-Dealer berichten: Wie Cannabis in Karlsruhe gehandelt wird

Karlsruhe ist ein gutes Pflaster für den Handel mit Cannabis. Manchmal wächst es einfach neben der Autobahn. Ein ehemaliger Dealer und ein Polizist berichten, wie das Geschäft funktioniert.

Hoch im Kurs: In Karlsruhe ist die Nachfrage nach Cannnabis deutlich größer als das Angebot. Foto: Oliver Berg/dpa

Steffen Holms (Name von der Redaktion geändert) sitzt auf einem Balkon irgendwo in Karlsruhe. Eine ruhige Gegend, der Blick fällt in ein paar Gärten. Zwischen ein paar Häuserzeilen ist in einiger Entfernung die Bahntrasse zum Hauptbahnhof zu sehen. Holm deutet auf eines der gegenüberliegenden Häuser.

„Da hat mal ein Kumpel von mir gewohnt, der hat sein Leben eigentlich nichts anderes gemacht, als zu verkaufen”, sagt Holm. Verkaufen heißt: Mit Cannabis zu handeln. „Das lief immer ganz unkompliziert, man hat halt kurz angerufen und sich irgendwo um die Ecke getroffen. Oder, wenn man sich besser kannte, war man halt kurz bei ihm in der Wohnung.”

Ausdifferenzierte Handelsstrukturen

Wer Holms reden hört, gewinnt schnell den Eindruck: Cannabis ist in Karlsruhe praktisch an jeder Straßenecke verfügbar und wird in zahlreichen Wohnungen in der Stadt kiloweise angebaut. Die Stadt, sagt Holms, sei sehr attraktiv für Leute, die sich mit Gras und Haschisch ein bisschen was dazu verdienen wollen: Die Nachfrage sei unterm Strich größer als das Angebot. Jeder, der was verkaufen will, wird es auch los.

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