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Wahlkampfveranstaltung vor dem Ettlinger Schloss

22-jährige SPD-Landtagskandidatin aus Ettlingen bekommt Unterstützung von Kevin Kühnert

Kein Zurück in die „alte Normalität“ will die Ettlinger SPD-Landtagskandidatin Aisha M. Fahir. Sie kritisiert Defizite in den Bereichen Pflege, Bildung, Rassismus und Klimaschutz an. Unterstützung erhält sie dafür vom stellvertretenden SPD-Chef Kevin Kühnert.

Prominenter Wahlkämpfer: Für eine neue Normalität nach der Corona-Pandemie warb der stellvertretende SPD-Chef und Juso-Bundesvorsitzende Kevin Kühnert bei einer Veranstaltung der Ettlinger SPD-Landtagskandidatin Aisha M. Fahir. Foto: Werner Bentz

Altenpflegerin Sabine Jessen beklagt die Zustände in der Altenpflege und fordert einen besseren Personalschlüssel und höhere Gehälter. Paul Rastetter, der unter Corona-Bedingungen im Sommer sein Abitur geschrieben hat, prangert die Rückständigkeit des Bildungssystems an. Andy Din und Jony Gartner von „Black Lives Matter“ Karlsruhe kritisieren den alltäglichen Rassismus. Und der 14-jährige Schüler Tim von „Fridays for Future“ fordert einen Kohleausstieg bis 2030 und CO2-Neutralität bis 2035.

Kevin Kühnert (SPD). Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Für Aisha M. Fahir, SPD-Landtagskandidatin im Wahlkreis Ettlingen, sind diese Aussagen Beleg dafür, dass es nach Corona kein Zurück in die alte Normalität geben darf. „Ich will mit Euch eine neue Normalität gestalten, die gerechter, solidarischer und klimafreundlicher als je zuvor ist“, sagt die 22-jährige Studentin aus Pfinztal bei einer Wahlkampfveranstaltung am Mittwochabend auf dem Hugo-Rimmelspacher-Platz vor dem Schloss vor rund 200 Zuhörern.

Ich will mit Euch eine neue Normalität gestalten.
Aisha M. Fahir, SPD-Landtagskandidatin

Corona habe in aller Deutlichkeit offengelegt, wie „kaputt“ die alte Normalität bei den großen Themen Pflege, Bildung, Rassismus und Klimaschutz gewesen sei. „Wir brauchen eine echte Wende“, so Fahir, die erst Anfang September offiziell als Kandidatin nominiert worden ist.

Kritik an der neoliberalen Politik der Vergangenheit

Für ihre Forderung erhält die 22-Jährige prominente Unterstützung. Kevin Kühnert, stellvertretender SPD-Chef und (Noch-)Bundesvorsitzenden der Jusos, prangert bei seinem Auftritt vor dem Ettlinger Schloss die neoliberale Politik der Vergangenheit an. „Es galt das Prinzip: Wenn jeder nur an sich selber denkt, ist genug an alle gedacht.“

Ohne andere Mehrheiten ist eine andere Politik nicht möglich.
Kevin Kühnert, Stellvertretender SPD-Vorsitzender

Vorsorge sei als reiner Kostenfaktor betrachtet worden, im persönlichen Bereich wie in der Gesellschaft. Die SPD setze dem das Prinzip der Solidarität entgegen. „Da, wo es um das Gemeinwohl geht, müssen wir wieder stärker gemeinsame Verantwortung übernehmen“, sagt er unter dem Beifall der Gäste.

Ein Vorbild für die Welt

Die Versäumnisse bei der Klimapolitik oder die Defizite im Bildungsbereich seien ein Beleg dafür, dass die SPD nach der Bundestagswahl keine Neuauflage der Großen Koalition mehr anstreben solle. „Ohne andere Mehrheiten ist eine andere Politik nicht möglich.“ So lehne die Union als einzige Partei eine Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre ab oder blockiere die Energiewende. In der Klimapolitik gehe es darum, eine Vorreiterrolle zu übernehmen und der Welt zu zeigen, „wie man Wohlstand sichern kann und trotzdem aus der Atomkraft und der Kohle aussteigen kann“.

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