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Millionenprojekt der Stadtbau GmbH

69 Wohnungen für Jung und Alt: Generationenpark am Ettlinger Festplatz nimmt Formen an

69 Wohnungen für junge Menschen, Familien und Senioren werden am ehemaligen Festplatz in Ettlingen gebaut. Die ersten könnten schon im Sommer 2021 bezugsfertig sein – und die Liste der Interessenten ist lang.

Millionenprojekt: Der „Generationenpark“ am ehemaligen Festplatz nimmt Form an, wie diese Drohnenaufnahme zeigt. Eigentlich sollte am 10. November ein Richtfest stattfinden, coronabedingt wurde es durch eine Baustellenbesichtigung im kleinen Kreis ersetzt. Foto: Stadtbau Ettlingen

Das Richtfest musste wegen Corona ausfallen – stattdessen informierte die Stadtbau Ettlingen am Dienstag auf der Baustelle für den Generationenpark am ehemaligen Festplatz über den aktuellen Stand des 22-Millionen-Euro-Projektes.

69 Wohnungen mit eins bis vier Zimmern, zugeschnitten auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Altersgruppen, sind dort im Entstehen: 28 für Familien mit Bädern und separater Küche sowie Rückzugsbereichen, 25 überschaubare, komfortable Einheiten für Senioren (16 davon rollstuhlgerecht) sowie 16 kompakt gestaltete Wohnungen für junge Menschen wie Auszubildende oder Studenten.

Die Mietpreise liegen laut Stadtbau-Chef Steffen Neumeister zwischen 7,90 Euro pro Quadratmeter für sozial geförderte Wohnungen, die 25 Prozent ausmachen, und 11,50 Euro pro Quadratmeter.

69 Stellplätze für Autos, 138 für Fahrräder

Auf der Baustelle beim Gatschinapark sind die Hochbauarbeiten inzwischen so gut wie abgeschlossen. Die beiden mehrgeschossigen Gebäude haben Form angenommen, Größe und Schnitt der Wohnungen zeichnen sich ab. Demnächst werden unter anderem Wände verputzt, Dächer gedämmt und Fenster eingebaut.

Auch die Tiefgarage mit 69 Stellplätzen für Autos konnte bei dem Pressetermin mit Vertretern von Verwaltung, Stadtbau, Architekturbüro und der Bauleitung besichtigt werden. In der Tiefgarage und im Erdgeschoss werden zudem 138 Stellplätze für Fahrräder eingerichtet.

Kindergarten mit sechs Gruppen soll schon im März fertig sein

Zwischen den beiden Wohngebäuden soll ein belebter Platz entstehen, die „Piazza Menfi“, benannt nach der Partnerstadt Ettlingens auf Sizilien. In der Mitte sieht man schon jetzt einen riesigen Pflanztrog für den Baum, der hier Schatten spenden soll.

Außerdem ist auf dem Platz laut Bürgermeister Moritz Heidecker eine Spielfläche mit Kletteranlage für Kinder geplant. Weitere Baumpflanzungen auf dem Gelände sowie Sitzgelegenheiten sollen zum Aufenthalt im Freien locken.

Geplant ist auch, das Dach des Kindergartens zu begrünen. Die Betreuungseinrichtung kann voraussichtlich schon Ende März 2021 in Betrieb gehen. Träger wird die Arbeiterwohlfahrt (AWO).

Im September 2021 soll das Gesamtprojekt nach rund 24 Monaten Bauzeit abgeschlossen sein, erklärte Architekt Afshin Arabzadeh bei der Besichtigung der Baustelle. Ursprünglich war einmal Mai 2021 geplant, allerdings kam es schon gleich zu Beginn zu Verzögerungen.

Unter anderem wegen artenschutzrechtlicher Bedenken, wie Oberbürgermeister Johannes Arnold und Bürgermeister Heidecker erwähnten. Zudem seien während der coronabedingten Einreisebeschränkungen personelle Engpässe entstanden, berichtete einer der Planer.

Schon über 100 Interessenten für Mietwohnungen

Inzwischen liege man aber wieder gut im Zeitplan, freute sich Stadtbau-Chef Neumeister. Mit der Vergabe von Wohnungen habe man noch nicht begonnen. Über 100 Menschen hätten bereits Interesse bekundet. Sobald erste Musterwohnungen besichtigt werden könnten, würden die Interessenten benachrichtigt.

Zwischen Juni und September 2021 sollen die Wohnungen voraussichtlich bezugsfertig sein. Das ausgefallene Richtfest könne man dann vielleicht bei der Einweihung im Sommer nachholen, sagte Neumeister.

Eine der größten Wohnungsbauinitiativen der letzten drei Jahrzehnte.
Johannes Arnold, Oberbürgermeister von Ettlingen

Voll des Lobes war OB Arnold für das Projekt der städtischen Tochtergesellschaft am südlichen Stadteingang. Die Bebauung des Festplatzes sei Teil einer „der größten Wohnungsbauinitiativen der letzten drei Jahrzehnte“. Rund 1.300 Wohneinheiten seien seit der Erfassung von Wohnraumpotenzialen 2013 entweder schon entstanden, in Planung oder „projektiert“.

Die Bebauung des alten Feuerwehrareals an der Pforzheimer Straße mit 44 Wohneinheiten nannte er unter anderem als Beispiel, genauso wie das Wohngebiet „Kaserne Nord“, wo mittelfristig 400 Wohnungen entstehen sollen.

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