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Pflegeheim verhängt Besuchsstopp

88 Corona-Infizierte im Stephanus-Stift am Robberg in Ettlingen

Bei Schnelltests war am 19. November herausgekommen, dass drei Mitarbeiter infiziert sind. Daraufhin wurden alle Bewohner und Mitarbeiter des Heims getestet. Zwei Menschen sind inzwischen gestorben.

Im Fokus: Im Stephanus-Stift am Robberg gibt es einen Corona-Ausbruch. Alle Bewohner und Mitarbeiter wurden getestet, 88 haben sich nachweislich infiziert. Foto: Julia Trauden

Im Ettlinger Pflegeheim Stephanus-Stift am Robberg haben sich 88 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 59 von 72 Bewohnern und 29 von 70 Mitarbeitern sind betroffen. Zwei Bewohner sind gestorben. Dies teilte das Landratsamt Karlsruhe am Freitag mit.

Bei Corona-Schnelltests am Donnerstag vergangener Woche (19. November) sei herausgekommen, dass drei Mitarbeiter infiziert sind, erklärt die Geschäftsführerin der Diakonie im Landkreis Karlsruhe, Gudrun Mund. Die Diakonie ist der Träger des Heims. Wo die Mitarbeiter sich angesteckt haben, ist laut Mund nicht bekannt. Nach den positiven Schnelltests habe man Kontakt zum Gesundheitsamt aufgenommen und sogenannte PCR-Tests bei allen Bewohnern und Mitarbeitern veranlasst. Die PCR-Tests sind zuverlässiger als die Antigen-Schnelltests.

Besuchsverbot und Aufnahmestopp seit dem Wochenende

Seit dem Wochenende gelte im Heim ein Besuchsverbot und ein Aufnahmestopp, so Mund. Die Angehörigen seien informiert worden. Einige Bewohner hätten leichtes Fieber, ins Krankenhaus eingeliefert werden musste niemand. Die betroffenen Mitarbeiter befänden sich in Quarantäne. Aus anderen Häusern der Diakonie würden Kräfte herbeigezogen, um die Versorgung der Bewohner weiter gewährleisten zu können. Die Angestellten seien mit Schutzausrüstung – FFP2-Maske, Handschuhe und Schutzanzug – ausgestattet.

Im Stephanus-Stift am Stadtgarten in Ettlingen, wo sich neun Bewohner und zwei Pflegekräfte mit Corona infiziert hatten, hat sich die Lage laut Landratsamt wieder entspannt. „Dort befindet sich keine Person mehr in Quarantäne“, teilte Pressesprecher Martin Zawichowski am Freitag mit.

Aktive Infektionen im HWK-Heim und Seniorenzentrum am Horbachpark

Im Heim der Hagsfelder Werkstätten für Menschen mit Behinderung (HWK) in Ettlingen seien von 17 infizierten Bewohnern inzwischen 14 wieder genesen. Von den sieben coronapositiven Beschäftigen ist laut Zawichowski einer wieder gesund. Im Seniorenzentrum am Horbachpark sind aktuell fünf Bewohner und drei Beschäftigte von Corona betroffen. Das Pflegeheim Franz-Kast-Haus, wo sich 39 Bewohner und 15 Pflegekräfte mit dem Virus angesteckt hatten, führe nur noch einen Mitarbeiter als nicht genesen. Von den 39 infizierten Bewohnern sind neun gestorben.

Zwei Tote in der Seniorenresidenz am Kurfürstenbad in Karlsbad

In der Seniorenresidenz am Kurfürstenbad in Karlsbad sei von zwölf infizierten Bewohnern einer wieder genesen, zwei seien gestorben. Von zwölf Beschäftigten seien zwei wieder gesund.

Insgesamt gab es am Freitag (27. November) in Ettlingen nach der Lagekarte des Landkreises 168 aktive Corona-Infektionen. Gezählt werden nur Menschen mit Wohnsitz in Ettlingen. Landratsamt-Sprecher Zawichowski spricht von einem „diffusen Ausbruchsgeschehen“. Es gebe abgesehen von einem Fall wie jetzt im Stephanus-Stift keine Schwerpunkte, sondern immer wieder einzelne Infektionen in Familien, aber auch an Schulen.

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