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Pläne vorgestellt

Auf der Schweizer Wiese in Bad Herrenalb soll ein Wohnquartier für 500 Menschen entstehen

Ein Hotel, 200 Wohnungen und ein Nahversorger sollen im Zentrum von Bad Herrenalb Platz finden. Ein Investor will bis zu 80 Millionen Euro investieren. Die Stadt erhofft sich Einnahmen aus dem Grundstückverkauf und Gewerbesteuer.

Große Pläne für die Schweizer Wiese: Ein Investor will auf der Grünfläche im Zentrum der Kurstadt Bad Herrenalb ein „kleines Dorf“ mit 200 Wohnungen, einem Nahversorger, einem Hotel und Parkhaus schaffen. Foto: Sabine Zoller

Große Pläne für die Fortführung des Stadtentwicklungskonzeptes hat Bürgermeister Klaus Hoffmann (CDU) anlässlich einer Pressekonferenz am Dienstag in Bad Herrenalb gemeinsam mit Bernhard Scholtes, Geschäftsführer der Divaco Immobilien Gruppe, Stadtbaumeister Reimund Schwarz und Stadtkämmerer Albert Wilhelm präsentiert.

Mit dem Ziel, Bad Herrenalb strategisch zu entwickeln und städtebaulich voranzutreiben, soll bis zum Jahr 2025 nicht nur die beschlossene Sanierung der Siebentäler Therme vorangetrieben werden.

An der Schweizer Wiese soll im Zuge der Quartiersentwicklung zudem ein „kleines Dorf“ entstehen, wie es Investor Bernhard Scholtes beschrieb.

Verkaufspreis von 5,5 bis 7,7 Millionen Euro

Die derzeitigen Planungen umfassen eine 15.000 bis 20.000 Quadratmeter große Teilfläche der Schweizer Wiese, die die Stadt Bad Herrenalb für eine Summe von 5,6 bis 7,7 Millionen Euro verkaufen will. In unmittelbarer Nähe zur Therme sollen rund 200 Mietwohnungen für 500 Menschen gebaut werden.

Außerdem ist zur Nahversorgung und Aufwertung der Bahnhofstrasse ein Verbrauchermarkt an der Schweizer Wiese geplant. Ebenfalls angedacht sind ein Café oder eine Bäckerei. Eine internationale Hotelkette soll 120 neue Übernachtungsplätze schaffen und einen direkten Zugang zur Therme erhalten.

Parkhaus mit 160 bis 200 Stellplätzen in Bad Herrenalb

160 bis 200 Stellplätze für Patienten und Besucher der dort angesiedelte Celenus Klinik sowie der Therme könnten in einem unterirdischen Parkhaus bereitgestellt werden. Wer das Parkhaus betreiben soll, ist noch nicht geklärt. Die Kosten der Baumaßnahmen belaufen sich laut Scholtes auf 60 bis 80 Millionen Euro.

Nach Aussage von Bürgermeister Klaus Hoffmann hat sich bereits der ehemalige Bürgermeister Robert Traub mit der Entwicklung der Schweizer Wiese beschäftigt. Bei einem Bürgerentscheid im Dezember 2013 sprach sich eine große Mehrheit von mehr als 60 Prozent für die Weiterentwicklung der Schweizer Wiese aus. „Aus diesem Grund hat die Stadtverwaltung das Projekt der urbanen Entwicklung aufgegriffen“, so Hoffmann.

Tennisplätze müssen für Vorhaben verlegt werden

Durch die Ansiedlung von Gewerbe und eines Hotels erwartet die Stadt jährliche Folgeerträge von rund 500.000 Euro pro Jahr, unter anderem durch die Gewerbesteuer oder die Kurtaxe.

Für die Umsetzung des Vorhabens auf der Schweizer Wiese müssen Tennisplätze verlegt werden, die sich auf dem Gelände befinden. Erste Gespräche mit dem Vorstandsvorsitzenden des Tennisclubs seien bereits geführt worden, hieß es bei der Pressekonferenz.

Als Grund für die Umsetzung des Konzeptes, das den Titel „Urbane Entwicklung der Schweizer Wiese“ trägt, nennt Klaus Hoffmann zum einen den steigenden Wohnraumbedarf in der Kurstadt. Man wolle dem weiterhin erwarteten Bevölkerungswachstum Rechnung tragen.

Die Ansiedlung eines Hotels würde sich darüber hinaus positiv auf die Umsätze der örtlichen Gewerbebetriebe auswirken, und es würden dadurch neue Arbeitsplätze in der Stadt geschaffen.

Gemeinderat entscheidet am 22. September

Der Gemeinderat wird in seiner Sitzung am Mittwoch, 22. September, um 18 Uhr in der Bronnenwiesenhalle Neusatz über das Thema beraten und die Verwaltung bei einem positiven Votum mit der Aufstellung eines Bebauungsplans beauftragen.

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