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Noch keine Entscheidung in Ettlingen

Städte und Gemeinden im Landkreis Calw verzichten 2020 auf Weihnachtsmärkte

Städte und Gemeinden im Landkreis Calw haben sich mehrheitlich darauf geeinigt, 2020 auf Weihnachtsmärkte zu verzichten. Es soll kleinere Veranstaltungsformate im Advent geben.

Was 2020 mit dem Ettlinger Sternlesmarkt geschieht, ist noch ungewiss. Foto: tz

Die Städte und Gemeinden im Landkreis Calw haben sich mehrheitlich darauf geeinigt, 2020 keine Weihnachtsmärkte zu organisieren. Stattdessen sollen kleinere Veranstaltungsformate die Bürger der Region und Gäste durch die Adventszeit begleiten.

Wegen der Corona-Pandemie sind noch bis zum 31. Oktober Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen verboten. Eine gesonderte Verordnung für Märkte und Feste ist vom Land Baden-Württemberg zwar angekündigt, besteht aber noch nicht.

Die Lage ist zu unsicher

„Vor dem Hintergrund unsicherer Planungen und aus Vorsorge gegenüber den möglichen Besuchern, Händlern und Schaustellern der bekannten und beliebten Weihnachtsmärkte, haben sich die Städte und Gemeinden im Landkreis Calw in mehreren Abstimmungsrunden mehrheitlich darauf verständigt diese Veranstaltungen in der bisher bekannten Form in diesem Jahr nicht durchzuführen”, teilte die Calwer Touristikgemeinschaft Nordschwarzwald in einer Pressemitteilung mit.

Ausschlaggebend für die Entscheidung sind neben der nach wie vor unsicheren Lage auch die strengen Vorgaben zu Hygiene, Besucherlenkung und Abstandsregelungen. Betroffen von der Vereinbarung sind auch die beiden Weihnachtsmärkte in Bad Herrenalb und Dobel.

Bürgermeister-Stellvertreter Christian Romoser aus Herrenalb hat Verständnis für die Entscheidung der Kommunen: „Solche Märkte sind wegen der großen Zahl an Besuchern einfach nicht zu kontrollieren. Deshalb sollten wir im Interesse der Gesundheit aller sie auch nicht mit Gewalt durchsetzen wollen.” Aktuell sei keine Zeit fürs „Gruppenkuscheln”, wie es auf den Weihnachtsmärkten beispielsweise an Glühweinständen gang und gäbe sei.

Tourismus setzt auf kleine Formate

Bei allen touristischen Aktivitäten gehe es letztlich darum, sich an die Corona-Verordnungen des Landes zu halten. Innerhalb des Tourismusbüros Bad Herrenalb, so ist zu hören, klammert man sich an das Versprechen, „kleinere Veranstaltungsformate zuzulassen”. Buden dicht an dicht im alten Klosterviertel, Klosterstraße, wird es nicht geben.

Aber vielleicht weit voneinander stehende einzelne Hütten im großen Kurpark. Außerdem könnten etwa weihnachtliche Führungen, Wanderungen, kleine Konzerte und Adventsbeleuchtung für Stimmung sorgen.

Veranstaltungen sollen so geplant und umgesetzt werden, dass für alle Beteiligten, Teilnehmer, Anbieter und Veranstalter die Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen „verträglich und verhältnismäßig” eingehalten werden können. Besucherlenkung durch vorherige Anmeldung sowie Einlassbeschränkungen und Hygienemaßnahmen gehören ebenso dazu wie eine Vorinformation der Besucher. Über die konkreten Planungen zu den Veranstaltungen wollen sich die Städte und Gemeinden im September weiter austauschen.

Ettlingen hat noch nicht über Sternlesmarkt entschieden

In der Stadt Ettlingen sind noch keine Entscheidungen zum traditionsreichen Sternlesmarkt gefallen. Das Kooperationsprojekt von Kultur-und Sportamt sowie vom Stadtmarketing ist aktuell in einem Schwebezustand. „Wir arbeiten an verschiedenen Varianten, Advents-und Weihnachtsmarktatmosphäre in unserer Innenstadt zu erzeugen”, sagt Sabine Süss vom Amt für Marketing und Kommunikation.

Fast sicher sei, dass es keinen Weihnachtsmarkt mit dicht an dicht stehenden Hütten geben werde. Aber sie könne sich bei geringen Corona-Zahlen in der Region vorstellen, dass Stände aufgebaut werden, die voneinander ausreichend Abstand haben. Die zweite Möglichkeit sei ein abgespeckter Markt mit Zugangskontrollen.

Dies bedeute einen großen technischen Aufwand für die Registrierung und Nachverfolgung von auftretenden Covid 19-Fällen. Damit der Zugang zu den Geschäften in der Innenstadt nicht erschwert wird, könne der Weihnachtsmarkt dann auch nur beispielsweise im Schlosshof oder Stadtgarten organisiert werden.

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