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Wandern im Schnee

Winter-Wunderland und Sonnenschein locken Spaziergänger nach Bad Herrenalb

Der Graf-Rhena-Weg und das Ski- und Rodelparadies im Gaistal haben am Wochenende Spaziergänger, Wanderer und Wintersportler nach Bad Herrenalb gezogen. Sie genossen die Natur und die sonnige Winterlandschaft.

Von der weißen Pracht angezogen: Familie Hennemann aus Neureut ist freudestrahlend mit Hund Apollo auf der Schweizerwiese in Bad Herrenalb unterwegs. Foto: Sabine Zoller

„Wir haben uns heute vorgenommen zu laufen und wollen den schönen Schneewald bei Sonnenschein genießen“, erklärt Heidrun Häusser aus Bad Herrenalb. Gemeinsam mit ihrer Nachbarin Karin Bricot ist die rüstige Rentnerin auf dem Graf-Rhena-Weg unterwegs. „Wir wohnen an der Kurpromenade, aber bei diesem herrlichen Wetter wollen wir bis nach Frauenalb laufen – und wenn wir dann noch fit sind, schaffen wir es auch weiter bis nach Marxzell, um dann mit dem Bähnle zurückzufahren.“

Der landschaftlich reizvolle Weg führt auf der ganzen Strecke von Bad Herrenalb in Richtung Ettlingen immer leicht bergab und wird daher gerne von Spaziergängern frequentiert. Bereits 1912 von den Mitgliedern des Schwarzwaldvereins Karlsruhe geschaffen und durch den Nachlass des Grafen Rhena finanziell unterstützt, zählt der sonnige Albtalweg zu einem der beliebtesten Wanderwege der Region.

Viele Karlsruher nutzen auch die bequeme Anreise mit der Albtalbahn, um vom Bad Herrenalber Ortsteil Kullenmühle und der gleichlautenden Haltestelle den Weg zurück in die Heimat zu starten. So auch ein Ehepaar aus Karlsruhe, das mit dem „Bähnle“ gekommen ist, um die Natur zu genießen und mindestens „fünf bis acht Kilometer durch den schön verschneiten Winterwald zu laufen.“

Mit Rucksack, Tee und extra Leckerli für seinen Irish Setter „Dexter“ ausgerüstet, lockt am Wochenende das schöne Wetter auch Luca Jankovsky aus Waldbronn in den Nordschwarzwald. „Mein Vater war schon auf dem Graf-Rhena-Weg unterwegs und hat mir begeistert die Route empfohlen“, erzählt der Hundebesitzer, der einfach „einmal raus und laufen will“. Daher hat er seinen ausgedehnten Hundespaziergang auch über die knapp 26 Kilometer lange Strecke von Herrenalb bis nach Hause geplant.

Thermalbad ist Ausgangspunkt für Erkundungstouren

Spontan mit Schlitten, Kind und Hund ist nur wenige hundert Meter weiter auf der Schweizerwiese Familie Hennemann aus Neureut unterwegs. „Wir wollten raus aus dem Alltag, einfach einmal abschalten und gehen hier spazieren, um frische Luft zu schnappen.“ Munter tobt der erst fünf Monate alte Hund „Apollo“ durch den Schnee, während der Sohn den kleinen Hang unter den Falkensteinfelsen hinunterflitzt. „Normalerweise sind wir alpin auf der Piste unterwegs – aber wir bleiben bewusst den Skigebieten mit dem Rummel fern und genießen hier den Schnee und die Sonne.“

Damit wird die Schweizerwiese am Thermalbad ein attraktiver Ausgangspunkt für neue Erkundungstouren in der Siebentäler Stadt. Auf einer Fläche von rund zehn Hektar vereinen sich seit der Gartenschau 2017 die drei Geländeteile Schweizerwiese, Kurpark und Klosterviertel, die auch Gäste aus den Höhenorten anlocken.

„Man kann sich in Herrenalb wohlfühlen“, erklärt Wilfried Otto, der gemeinsam mit seiner Begleiterin vom Dobel durch den Wald ins Tal gelaufen ist. „Wir waren rund drei Stunden unterwegs und sind gemütlich und ganz alleine durch die Natur marschiert“, so das Credo des Spaziergängers, der im Kurpark nach einem Rundgang durch die Parkanlagen auch den Weg per Pedes zurück zur Sonneninsel ankündigt.

Loipen locken Langläufer ins Gaistal

Fast auf gleicher Höhenlage wie der Dobel liegt auch das Herrenalber Ski- und Rodelparadies im Gaistal. Bereits früh am Morgen war Martin Knirsch von der Skizunft Bad Herrenalb auf der Talwiese unterwegs, um die Loipen für Langläufer zu ziehen und die Wege für Spaziergänger zu spuren.

Und das sehr zur Freude von Peter und Bettina Ochs. „Schon um acht Uhr haben wir alleine auf verschneiten Waldwegen die erste Spur gelegt.“ Nun aber schnallen sich die beiden leidenschaftlichen Wintersportler aus Ettlingen-Spessart noch einmal mit Vergnügen die Skier an, um nun auf gespurten Bahnen ihre Runde zu ziehen.

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