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Großeinsatz für Polizei und Feuerwehr

Unwetter am Mittwoch: Bäume auf Autos, Gefahrgut-Unfall, verstopfte Straßen

Das Unwetter am Mittwochnachmittag verlangte Polizei und Feuerwehr einiges ab. Niemand wurde verletzt, ein Mann musste trotzdem ins Krankenhaus gebracht werden.

Umgestützte Bäume: Vor allem Etltingen-West und das dortige Industriegebiet waren vom Unwetter am Mittwochnamittag betroffen. Das Bild entstand in der Hertzstraße. Foto: Einsatz-Report 24

„Kein Vergleich zum Unwetter im August 2019 über Bruchhausen, Ettlingenweier und Malsch”, kommentierte Ettlingens Stadtbrandmeister Martin Knaus das schwere Gewitter vom späten Mittwochnachmittag. Die Feuerwehr hatte etwa 30 Einsätze , schwerpunktmäßig in Ettlingen-West. 70 Mann seien im Einsatz gewesen, aus der Kernstadt, aus Bruchhausen, Ettlingenweier und für Sicherungsarbeiten zusätzlich aus Schöllbronn.

Umgestürzte Bäume beschäftigten die Einsatzkräfte unter anderem in der Hertzstraße, der Karl-Friedrich-Straße, der Neuwiesenrebenstraße und im Ahornweg. Die Unterführung Einsteinstraße lief mit Wasser voll, da die Pumpe des Hebewerks ausgefallen war und das Stadtbauamt es erst instand setzen musste. Laut Jürgen Maisch vom Polizeirevier Ettlingen fuhren dennoch einige Fahrzeuge durchs kniehohe Wasser, denen riss es aber die Nummernschilder ab.

Radweg an der L605 gesperrt

An der L605, dem Zubringer nach Karlsruhe, musste der Radweg ebenfalls wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden. Bis Mitternacht dauerten Aufräumarbeiten auf der A5 zwischen Ettlingen und Karlsruhe-Süd. Da die Abwasserkanäle dort voll gelaufen und durch Blätter verstopft waren, wurden der mittlere und linke Fahrstreifen zeitweise gesperrt.

Entsprechend bildeten sich rund um den Streckenabschnitt, etwa auf der B3, lange Staus. Verletzt wurde durch das Unwetter niemand. Ein Autofahrer hatte in der Straße Am Habenacker in Oberweier Glück, als ein Baum auf sein Fahrzeug stürzte und nur kleineren Schaden anrichtete.

Großeinsatz: Feuerwehrkräfte aus Malsch, Ettlingen und Bretten waren am Mittwochabend in Malsch, um ausgetretenes Gefahrgut einzufangen. Foto: Einsatz-Report24

Gefahrgutunfall in Malsch fast zeitgleich mit Unwetter

Noch während in Malsch Auswirkungen des Unwetters zu beseitigen waren, ereignete sich ein Gefahrgutunfall auf dem Gelände des Logistikers Dachser im Gewerbegebiet. Ein mit Desinfektionsmittel für Schwimmbadwasser auf Chlorbasis beladener Sattelzug musste laut Polizei verkehrsbedingt stark abbremsen. Einzelne Gebinde wurden dadurch beschädigt, was sich beim Entladen auf dem Firmengelände herausstellte.

Ein Lagerarbeiter atmete möglicherweise gefährliche Dämpfe ein. Er kam vorsorglich in eine Klinik. Die Freiwillige Feuerwehr Malsch war mit neun Fahrzeugen und 37 Kräften aus allen Abteilungen im Einsatz. Auch der Gefahrgutzug Karlsruhe-Land Süd mit 21 Kräften aus Ettlingen und Rheinstetten war vor Ort.

60 Liter ätzende Flüssigkeit

Mit Schutzkleidung ausgerüstete Feuerwehrkräfte entluden den Sattelzug und stellten neun beschädigte Gebinde fest, die sie sicherten. Von der leicht ätzenden Flüssigkeit waren 60 Liter ausgetreten. Das Desinfektionsmittel wurden laut Feuerwehr mit Chemikalienbindemittel gebunden und in Behälter gefüllt. Die Polizei war mit zwei Streifenwagenbesatzungen an der Einsatzstelle. Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen, einem Notarztwagen und der Bereitschaft Malsch mit insgesamt elf Kräften an Ort und Stelle. Auch das ABC-Erkundungsfahrzeug aus Bretten, ein Messfahrzeug der Feuerwehr für atomare Strahlung, biologische und chemische Gefahrstoffe, war angefordert worden.





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