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Graffiti-Aktion des „913 Studio“

Comic-Helden erwachen auf Ettlinger Spielplatz zum Leben

Was haben Asterix, Spidermann und Micky Maus gemeinsam? Sie sind alle auf einem Spielplatz in Ettlingen anzutreffen - an Wände gemalt. Wie die Graffiti-Idee entstanden ist.

Blickfang auf dem Kinderspielplatz: Ettlinger Künstler des Vereins 913 Studio gestalten Garagenwände durch Graffiti Foto: Nils Lösel

Wer am Kinderspielplatz an der Alb an der Ecke Damaschke-/Friedrich-Bonhoeffer-Straße vorbeikommt, trifft dort neuerdings auf Asterix und Obelix oder auch Tim und Struppi. Denn an den Wänden der umliegenden Garagen werden die Comicfiguren dieser Tage Strich für Strich durch Graffiti-Sprayer zum Leben erweckt.

Verantwortlich dafür zeichnet der Ettlinger Verein „913 Studio“, der die bisher eintönigen grauen Flächen für sein aktuelles Vereinsprojekt nutzt. „Wir wollen, dass die Kinder hier in einer farbenfrohen und lebendigen Umgebung aufwachsen“, erklärt der Vereinsvorsitzende Ralf Türbach.

Um das umzusetzen, war zunächst eine lange Vorbereitungszeit nötig. Seit August vergangenen Jahres plante Türbach die Aktion, es galt neben den Absprachen mit der Wohnbaugesellschaft Ardensia eG und der Sparkassen-Wohnbau GmbH auch mit dem Ordnungsamt ein Hygienekonzept abzustimmen.

Die Kommunikation habe dabei super funktioniert, sagt der 30-Jährige. Die Vorgaben sind klar: Pro Tag arbeiten nur vier Künstler an dem Werk, dazu tragen sie Maske und halten Abstand. Insgesamt sind so über mehrere Wochen um die 25 Sprayer aller Altersgruppen an dem Gesamtkunstwerk beteiligt.

Das verlängere zwar die Dauer des Projekts, doch alle seien froh, „dass es geklappt hat und wir diese Plattform bekommen“, wie Vereinsmitglied Joshua Schick berichtet.

Künstler sollen sich verwirklichen können

Der freischaffende Künstler hat schon als Kind gerne gezeichnet und mittlerweile sein Hobby zum Beruf gemacht. Er ist für die Design-Idee verantwortlich. Neben den festgelegten Comicfiguren und Hintergründen wie etwa der Spiderman-Skyline lässt er den beteiligten Künstlern jedoch Freiheiten. „Sie sollen auch ihr eigenes Ding daraus machen“, meint der Ettlinger und ergänzt: „Ich denke, dass wird auf jeden Fall cool aussehen.“

Währenddessen setzt Marius Köhler die Spraydose wieder an und bringt neue Farbe auf die Wand vor ihm. Er freut sich darüber, dass mittlerweile die breite Masse mehr und mehr dazu bereit sei, die Graffiti-Kunst zu akzeptieren. Und auch Joshua Schick ergänzt, dass die Region Ettlingen für diese Form der Kunst sehr offen sei.

So konnten die Künstler auch schon andere Projekte verwirklichen, wie das Häuschen an der Haltestelle Wasen oder die Unterführung am Bruchhausener Sportplatz. Finanziell unterstützt werden sie dieses Mal von der Bürgerstiftung Ettlingen und der Molotow (Feuerstein) GmbH aus Lahr.

Doch nicht nur den engagierten Künstlern bringt die Arbeit mit der Sprühfarbe viel Spaß, sondern auch Passanten sind begeistert. Eine Anwohnerin streckt im Vorbeigehen den Daumen nach oben und meint in Richtung der jungen Kreativen: „Wir sind gespannt, was sich noch tut“. Bis Ende soll der Spielplatz in neuem Glanz erstrahlen.

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