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Viele falsch positive Tests in Karlsbad

„Ruhiger angelaufen, als befürchtet“: So war die erste Schulwoche nach den Ferien in Ettlingen

Der befürchtete starke Anstieg der Corona-Infektionen bleibt aus: Die Schulen in Ettlingen, Rheinstetten und Karlsbad verzeichneten nicht deutlich mehr positive Corona-Tests als zuvor. So ist die Stimmungslage an den Schulen.

Zurück an die Schulbank: Der Start nach den Winterferien lief in Ettlingen, wie hier an der Schillerschule, ohne größere Probleme. Die Zahl der festgestellten Infektionen bei Schülern hält sich in Grenzen. Foto: Julia Trauden

In der ersten Woche nach den Winterferien ist der von manchen befürchtete starke Anstieg der Corona-Zahlen in der Schülerschaft ausgeblieben. Schulleitungen in Ettlingen, Rheinstetten und Karlsbad berichten von einzelnen Infektionen bei Schülern und Lehrern.

„Es ist ruhiger angelaufen als ich befürchtet hatte“, sagt Stefanie Wagner, geschäftsführende Schulleiterin in Ettlingen und Rektorin der Schillerschule. Der Montag hat an ihrer Grund- und Werkrealschule mit PCR-Pooltests begonnen, bei denen bis zu 25 Proben gebündelt ausgewertet werden.

Ist ein Pool positiv, müssen alle Kinder aus diesem Pool einen Einzel-PCR-Test machen. Erst wenn ein negativer PCR-Test vorliegt, dürfen sie wieder in die Schule.

Ettlinger Schulleiterin: „völliger Durchschnitt“ bei der Positivrate

Von 28 Pools an der Schule sei am Montag einer positiv gewesen, erzählt Wagner. Ein PCR-Test habe im Anschluss die Infektion eines Kindes bestätigt. Am Mittwoch wurde alle 500 Schüler erneut getestet – wieder war ein Pool positiv.

„Völliger Durchschnitt“, sagt Wagner. Schon vor den Ferien seien bei den zweimal wöchentlich stattfinden Pool-Tests immer wieder Infektionen festgestellt wurden. An einzelnen Tagen waren bis zu drei Pools positiv, einmal sogar vier.

Corona-Testangebot am letzten Ferienwochenende hat sich bewährt

An den zwölf anderen städtischen Schulen in Ettlingen sei der Auftakt nach den Ferien ebenfalls „relativ ruhig“ gewesen, berichtet Wagner. „An der ein oder anderen Schule gab es positive Pool-Tests.“

Die Eltern waren sehr vernünftig.
Doris Wesserling, geschäftsführende Schulleiterin Rheinstetten

Bewährt habe sich das zusätzliche Testangebot für Schüler am letzten Ferienwochenende im Schloss. Einige, die dort positiv getestet wurden, seien Montag gleich zu Hause geblieben.

An den vier Rheinstettener Grundschul-Standorten mit insgesamt knapp 700 Schülerinnen und Schülern hat es nach Angaben der geschäftsführenden Schulleiterin Doris Wesserling am ersten Schultag nur wenige positive Testungen gegeben.

Zu verdanken sei das auch den Eltern, „die sehr vernünftig waren“, so Wesserling. Viele hätten ihre Kinder vor Schulbeginn vorsorglich getestet und sie bei positivem Ergebnis zu Hause gelassen. Eine geringe Zahl von Kindern habe sich noch in Quarantäne befunden.

Viele falsch positive Corona-Tests in Karlsbad

Von einer „kleinen zweistelligen Zahl“ an bestätigten Positiv-Testungen bei Schülern und Lehrern berichtet der Direktor des 750 Schüler zählenden Karlsbader Gymnasiums, Christian Wehrle. „Es sind mehr als vor Weihnachten“, sagt er, „die Zahl geht nach oben“. Zwei Drittel der Infektionen seien allerdings nicht erst in der Schule, sondern schon bei vorsorglichen Testungen daheim festgestellt worden.

Auffällig sei die hohe Rate an positiv falschen Antigen-Schnelltests am Gymnasium: Sie liegt laut Wehrle bei 60 bis 70 Prozent. Für den Schulleiter ist das aber eigentlich ein gutes Zeichen, denn es spreche für die hohe Sensitivität der Tests.

Kinderärzte und Labore kommen der hohen Nachfrage nach PCR-Tests allerdings kaum nach. Wenn Schüler Glück haben, warten sie einen Tag auf ihr PCR-Testergebnis, sagt Wehrle. „Bei einer Schülerin sind es jetzt drei Tage.“ Erfreulich sei die hohe Impfquote bei den Schülern, in der Oberstufe habe sie vor den Schulferien bei über 80 Prozent gelegen. Geboostert seien erst wenige.

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