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Coronavirus-Tagebuch

Hannah Weber aus Malsch sitzt wegen Covid-19 auf Philippinen fest

Wie verändert das Coronavirus das Leben der Menschen in Ettlingen und dem Umkreis? Darum geht es im Corona-Tagebuch der Redaktion Ettlingen. Diesmal: Eine 19-Jährige sitzt fest auf einer philippinischen Insel, Rheinstettens Oberbürgermeister möchte das Wir-Gefühl mit einem neuen Online-Format stärken – und die Kirchenglocken laden ein zum persönlichen Gebet zuhause.

Wenn die Kirchenglocken am Wochenende in Ettlingen läuten, ist das eine Einladung zum persönlichen Gebet zuhause. Öffentliche Gottesdienste dürfen nicht mehr stattfinden. Foto: Archivfoto: BNN

Etwas Besonderes haben sich die Geistlichen in der Coronavirus-Zeit einfallen lassen. Für die Ettlinger Pfarrei St. Martin läuten am Samstag kurz vor dem sonst üblichen Gottesdienst um 18.30 Uhr die Glocken. Das Geläute gilt als Einladung zum persönlichen Gebet zu Hause. Das Gleiche gilt für die Pfarreien Herz Jesu, Liebfrauen und St. Martin am Sonntag gegen 9.30 Uhr. Dort wird sogar eine Heilige Messe gefeiert, allerdings nicht öffentlich.

Pfarrblatt "Gemeinde erleben" liegt in drei großen Kirchen aus

Parallel wird der Fernsehgottesdienst im ZDF gefeiert. Weitere Informationen gibt es im Internet unter dem Link www.kath-ettlingen-stadt.de . Für Gläubige ohne Internetanschluss hat Pfarrer Martin Heringklee, Leiter der römisch-katholischen Kirchengemeinde in Ettlingen, sein Pfarrblatt „Gemeinde erleben“ in großer Auflage drucken lassen. Es liegt in den drei großen Kirchen Sankt Martin, Liebfrauen und Herz-Jesu aus.

Hoffnung auf den Rückflug von den Philippinen trotz Covid-19

Was eine wohlverdiente Auszeit nach dem Abitur sein sollte, ist für Hannah Weber aus Malsch-Sulzbach zu einer nervenzehrenden Hängepartie geworden: Zusammen mit anderen Urlaubern hängt die 19-Jährige fest auf der philippinischen Insel Cebu und bangt um einen Platz in einem der Flugzeuge, mit denen derzeit Urlauber nach Deutschland zurückgeholt werden. Auf WhatsApp tauscht sie sich mit mehr als 200 anderen aus, die in derselben Situation sind.

Hannah Weber aus Malsch sitzt wegen Coronavirus in Quarantäne

Aktuell sitzt sie in Quarantäne, darf das Hotel nicht verlassen. Zuhause bangen die Eltern und ihre jüngere Schwester mit ihr. „Auch unsere 88-jährige Tante fiebert mit und erkundigt sich täglich per Telefon“, schreibt Hannahs Mutter an die BNN-Redaktion. Eine Nachricht der deutschen Botschaft macht jetzt Hoffnung: Am Wochenende soll Hannah zum Flughafen kommen, zwei Rückholflüge sollen von dort starten.

Wenn sie Glück hat, darf sie mit. „Die Flüge sind überbucht, es ist klar, dass nicht jeder ein Ticket bekommt“, sagt Hannahs Mutter. Außerdem seien in den vergangenen Wochen immer wieder Flüge ausgefallen. Dennoch: „Die Hoffnung ist wieder da“, sagt sie.

"Rheinstetten TV" geht an den Start

Das „Wir-Gefühl“ möchte der Krisenstab der Stadt Rheinstetten unter seinen Bürgerinnen und Bürgern mit einer Vielzahl von Aktionen noch weiter ausbauen. Alle gesellschaftlichen Akteure, ob einzelne Bürger, Vereine, Kirchengemeinden und Pfarreien oder andere Organisationen sind angesprochen. Alles läuft unter dem Motto „Wir sind Rheinstetten“.

Jetzt am Wochenende, so Oberbürgermeister Sebastian Schrempp, gibt es erstmals auch eine Art „Rheinstetten TV“. Nähere Informationen dazu gibt es auf einer neuen Internetseite unter dem Link www.rheinstetten.tv . Gefordert sind bei dem Format vor allem die kirchlichen Organisationen und kulturellen Vereine mit Live-Beiträgen oder der ein oder anderen älteren „Video-Konserve“.

Wie verändert das Coronavirus Ihren Alltag? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen und Eindrücke per E-Mail an redaktion.ettlingen@bnn.de .

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