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Von Abwassergebühr bis Hundesteuer

Das ändert sich bei Gebühren und Steuern in Ettlingen und Umgebung im Jahr 2021

Tiefer in die Tasche greifen müssen die Bürger in einigen Kommunen für die Versorgung mit Trinkwasser. In Waldbronn wird zudem eine ganz bestimmte Steuer erhöht.

In manchen Kommunen ist der Preis gestiegen, in anderen gesunken: Beim Frischwasser hat sich zum Jahreswechsel am meisten verändert. Foto: Oliver Berg picture alliance / dpa

Wasser, Hunde, Strom oder Gewerbesteuer: Der Jahreswechsel brachte in einigen Kommunen eine Änderung bei Gebühren, trafen und Abgaben mit sich. Die BNN geben einen Überblick über die Neuerungen in Ettlingen, Waldbronn, Karlsbad, Bad Herrenalb und Marxzell. In Malsch und Rheinstetten ist bis dato nichts über Veränderungen bekannt.

Mehreinnahmen von 200.000 Euro durch Gebührenanpassung

In Ettlingen ist die Niederschlagsgebühr um zwei Cent auf 0,61 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Für ein Einfamilienhaus ergibt sich laut Kämmerer Uwe Metzen so eine Mehrbelastung von 1,60 Euro pro Monat. Die Gebühren für Schmutzwasser wurden von 25 auf 30 Prozent der Fixkosten erhöht, die Gemeinde verspricht sich davon Mehreinnahmen in Höhe von 200.000 Euro.

Für die Bürger bedeutet die Erhöhung eine Mehrbelastung von durchschnittlich 24 Euro im Jahr. Weil über den Haushalt für das Jahr 2021 noch nicht abschließend beraten wurde, könnten noch weitere Änderungen hinzukommen.

Wasser in Rheinstetten wird teurer

Auch die Stadt Rheinstetten hat zum 1. Januar ihre Preise für Wasser und Abwasser angepasst. Die Verbrauchsgebühren für Frischwasser sind von 1,59 Euro auf 1,71 Euro pro Kubikmeter gestiegen. Der Preis für den Kubikmeter Schmutzwasser ist von 1,19 Euro pro Kubikmeter auf 1,16 Euro gesunken, der für Niederschlagswasser von 0,52 Euro pro Quadratmeter auf 0,57 Euro gestiegen.

Gestiegene Grundsteuer in Waldbronn

Die Grundsteuer A und B wurden zum Jahresbeginn 2021 gleich um 50 Punkte, von 420 auf 470 Punkte, erhöht. Betroffen davon sind Grundstückseigentümer aber auch Mieter, an die solche Erhöhungen üblicherweise weitergereicht werden.

Die Gemeinde verspricht sich davon Mehreinnahmen in Höhe von rund 250.000 Euro. Die Gewerbesteuer kletterte zum 1. Januar um 20 Punkte auf 420 Punkte. Für ihre Hunde müssen die Waldbronner 2021 ebenfalls mehr zahlen: Für den Ersthund werden jährlich 108 Euro statt 96 Euro fällig, für jeden weiteren Hund 216 Euro statt 192 Euro.

Die Friedhofsgebühren, zum Beispiel fürs Reihengrab, fürs Urnengrab und überhaupt für die Bestattung sind um 20 Prozent gestiegen. Ein Einzelerdgrab kostet beispielsweise nicht mehr 3.480 Euro, sondern 4.640 und ein Urnenmehrfachgrab 3.520 statt 2.640 Euro.

Von den Gebührenerhöhungen verspricht sich die Gemeinde jährliche Mehreinnahmen in Höhe von etwa 160.000 Euro. Und auch das Trinkwasser ist teurer geworden. 2021 müssen die Bürger für den Kubikmeter zwei Euro statt 1,90 Euro zahlen.

Frischwasser wird in Marxzell günstiger

In Marxzell sind die Gebühren für Frischwasser von bisher 2,55 Euro auf jetzt 2,20 Euro pro Kubikmeter gesunken. Teurer wurde dagegen das Abwasser, für das gesplittete Gebühren erhoben werden: Für das Niederschlagswasser müssen seit 1. Januar 44 Cent statt 37 Cent bezahlt werden, für das Schmutzwasser 1,77 Euro statt 1,58 Euro pro Kubikmeter.

Schmutzwassergebühr in Karlsbad sinkt

In Karlsbad ist der Frischwasserpreis zum 1. Januar 2021 von 2,21 Euro auf 2,05 Euro pro Kubikmeter gesunken. Beim Abwasser reduzierte sich die Schmutzwassergebühr pro Kubikmeter von 1,91 Euro auf 1,65 Euro und die Gebühr des Niederschlagswassers (für versiegelte Grundstücksflächen) von 0,66 Euro auf 0,54 Euro pro Quadratmeter. Die neuen, reduzierten Gebührensätze gelten für die Jahre 2021 und 2022.

Höhere Vergüngungssteuersatz in Bad Herrenalb

In Bad Herrenalb müssen Betreiber von Lokalen mit Spielautomaten seit 1. Januar mehr Steuern zahlen. Der Vergnügungssteuersatz wurde von 20 Prozent von 25 Prozent des Umsatzes der Bruttokasse angehoben.

In sechs Gaststätten und Bistros sind laut der Stadtverwaltung derzeit insgesamt zwölf Geldspielgeräte mit Gewinnmöglichkeiten aufgestellt. Von der Erhöhung verspricht sich die Verwaltung Mehreinnahmen von rund 8.750 Euro jährlich.

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