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Reaktion auf Vorwürfe in der Bild-Zeitung

Diakonie-Geschäftsführerin: Keine infizierten Mitarbeiter bei Impftermin in Spessarter Pflegeheim

Wie kann es sein, dass zum Impftermin in einem Spessarter Seniorenheim Mitarbeiter aus einem anderen, von Corona betroffenen Pflegeheim kommen – und einige von ihnen noch nicht mal Masken tragen? Mit dieser Beschwerde hat sich ein Angehöriger an die Bild-Zeitung gewandt.

Von einem Corona-Ausbruch betroffen: Im Pflegeheim Rösselsbrünnle im hinteren nördlichen Bereich haben sich mehrere Bewohner und Mitarbeiter infiziert. Allerdings beschränkt sich das Infektionsgeschehen auf eines von zwei Häusern. Foto: Stadt Rheinstetten

„Schleppen Pfleger hier das Virus ein?“ Der Titel eines Artikels in der Bild-Zeitung über das Seniorenhaus in Ettlingen-Spessart lässt aufhorchen. Ein Angehöriger hatte sich an die Zeitung gewandt, weil in seinen Augen bei einem Impftermin am 3. Januar nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist.

Corona-Ausbruch Anfang Dezember im Rösselsbrünnle

16 Mitarbeiter des Pflegeheims Rösselsbrünnle in Rheinstetten waren zu dem Termin in das Diakonie-Pflegeheim in Spessart gekommen. Eigentlich hätten sie schon Ende Dezember geimpft werden sollen, damals standen aber nicht genug Impfdosen zur Verfügung. In einem der beiden Häuser des Pflegeheims Rösselsbrünnle war Anfang Dezember Corona ausgebrochen, fünf Bewohner sind inzwischen gestorben.

Ich selbst habe niemanden ohne Maske gesehen.
Niko Rößler, Heimleiter Seniorenhaus Spessart

„Das Personal aus Rheinstetten bevölkerte das Foyer und den Flur drei Stunden lang. Manche trugen nicht einmal FFP2-Masken“, wird der Angehörige in der Bild-Zeitung zitiert. „Unfassbar, wie hier mit Gesundheit und Leben der Heimbewohner gespielt wird!“. Er selbst habe niemanden ohne Maske gesehen, erklärt der Heimleiter in Spessart, Niko Rößler, auf Nachfrage. Eine Mitarbeiterin habe allerdings berichtet, dass sie zwei FFP2-Masken ausgegeben habe.

Diakonie: Mitarbeiter haben vor Impfung Corona-Schnelltests gemacht

Die 16 Rösselsbrünnle-Mitarbeiter hätten kurz vor dem Impftermin Corona-Schnelltests gemacht, sagt Diakonie-Geschäftsführerin Gudrun Mund, sie waren alle negativ. Zudem arbeite bis auf den Heimleiter keiner der Mitarbeiter in dem vom Corona-Ausbruch betroffenen Haus des Rösselsbrünnle. Dort sind immer noch einige Bewohner mit Corona infiziert, betroffen ist laut Mund vor allem der Bereich für Demenzkranke. „Das lässt sich nur schwer stoppen“, bedauert sie, „ich will die Menschen auch nicht einsperren oder an ihr Bett festketten.“

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