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Motto "2020 Royal!"

Die nächsten Ettlinger Schlossfestspiele sollen königlich werden

„2020 Royal!“ – unter diese Überschrift stellt die Ettlinger Festspielintendantin Solvejg Bauer ihre zweite Saison an der Alb. Am Mittwochabend wird sie dem Gemeinderat den neuen Spielplan vorstellen und hofft, dass aus dem Gremium kein Gegenwind kommt.

Eindruck machte Musical-Darstellerin Dalma Viczina als Aldonza, die Don Quixote Dulcinea nennt und abgöttisch liebt. Foto: SFS

Sorgen sind da wohl unbegründet, denn die kommunalen Geldgeber waren zuletzt voll des Lobes für Bauers Leistung in Ettlingen. Ihre erste Spielzeit schloss sie mit mehr als 43 000 Gästen, und damit so vielen wie seit 20 Jahren nicht mehr, ab.

"The King and I" und viele weitere Stücke

„Ich weiß, die Erwartungen an 2020 sind hoch, aber ich glaube, wir können ein überzeugendes Angebot liefern“, sagte sie den BNN auf Anfrage. Konkret: Das Musical „The King and I“, für das Ettlingens Schloss ins alte Siam transferiert werden soll, außerdem die Johann-Strauß-Operette „Die Fledermaus“.

Hier soll der Bürgerchor, der 2019 in Mozarts „Zauberflöte“ erfolgreiche Premiere feierte, erneut seinen Auftritt haben. „Wir machen wieder ein Casting für alle Interessenten“, sagt Bauer. Zusätzlich zum Gesang werde eine kleine Choreografie einstudiert, insofern gebe es für den Bürgerchor eine neue Herausforderung.

Ich glaube, wir können ein überzeugendes Angebot liefern.
Solvejg Bauer (Intendantin)

Das Schauspiel „Sein oder nicht Sein – Heil Hamlet“ wird seinen Platz in der Schlossgartenhalle finden, analog zu „Endstation Sehnsucht“ 2019. Für Familien hat Solvejg Bauer ebenfalls Königliches angedacht: Das Stück „Prinz und Bettelknabe“ nach der Romanvorlage von Mark Twain. Dazu will sie für ganz junges Publikum die Kinderoper „La Cenerentola“, eine auf 50 Minuten gekürzte Fassung von „Aschenputtel“, einstudieren.

Und dann ist da noch die Rockshow „Queen“, bei der Solvejg Bauer auf eine Kooperation mit der Popakademie Baden-Württemberg setzt. Musiker und Sänger von dort sollen im Schlosshof auf Tänzer und Schauspieler des Festspielensembles treffen. „Das wird spannend“, ist sich die Intendantin sicher.

Tickets werden wohl ein wenig teurer

Im Gemeinderat wird’s am Mittwoch aber nicht nur um Bauers inhaltliche Pläne für 2020 gehen, sondern auch ums liebe Geld: Der städtische Zuschuss zum Theatersommer soll gut 920 000 Euro betragen. Für die großen Abendproduktionen im Schlosshof ist eine Erhöhung der Ticketpreise um zwei Euro angedacht, beim Schauspiel und beim Familienstück sollen die Preise konstant bleiben.

Am KVV-Ticket wollen die Festspiele aus „sozialen und ökologischen Gesichtspunkten“ festhalten. Der Vorverkauf für 2020 wird wie bisher auch am ersten Adventwochenende starten.

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