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Zusätzliches Personal soll kommen

Digitalpakt Schulen: Ettlingen investiert in Material und Menschen

Probleme mit Computer, Notebook, Tablets an den Schulen? Da will Ettlingen künftig schneller helfen, indem es IT-Experten einstellt. Die Stadt wartet noch auf Geräte fürs Homeschooling, die schon lange bestellt sind.

Immer wichtiger: Digitaler Unterricht. Um die Schulen hier bei Probleme zu unterstützen, will Ettlingen in IT-Leute investieren und bis zu zwei Stellen dafür schaffen. Foto: Arne Dedert picture alliance / dpa

Die digitale Ausstattung ihrer Schulen lässt sich die Stadt nicht erst seit der Corona-Krise Geld kosten. Schon Anfang der 2000er Jahre startete sie mit einer so genannten Medienentwicklungsplanung. Das Ergebnis: Bis voriges Jahr wurden rund 3,1 Millionen Euro in die Gebäudeverkabelung gesteckt, außerdem in Hard- und Software sowie in WLAN-Projekte.

An den 13 städtischen Schulen gibt es derzeit 23 EDV-Fachräume, 350 Klassenräume mit Netzwerkanschluss, insgesamt mehr als 870 Desktop-PC`s sowie Notebooks und rund 750 Medientechnikgeräte. Dazu gehören Beamer, Visualizer, Dokumentenkameras, Apple TV`s . Es existieren 175 Fach- und Klassenräume, von denen aus man per WLAN ins Internet kommt. Auf diesem Weg will die Stadt weiter machen, auch mit Hilfe des Förderprogramms „Digitalpakt Schulen“.

Zwei Stellen für IT-Support an den Schulen

Geplant ist, bis zu zwei Stellen zu schaffen, um die Schulen im Bereich Wartung und technischen Problemen mehr zu unterstützen (Support). Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 150.000 Euro im Jahr, ihren Arbeitsplatz haben sollen die zusätzlichen IT-Fachleute in der Abteilung für Information und Kommunikation, kurz IuK.

Für die Schulen bedeutet dies, dass sie bei Fragen und Schwierigkeiten rund um PC`s, Notebooks und andere elektronische Geräte rasche und direkte Hilfe von Experten erhalten. Das sei richtig und wichtig, meinte dazu der Ausschuss für Umwelt und Technik, der in der Vorberatung „Ja“ bereit war, einen Stellen-Sperrvermerk im Haushalt aufzuheben.

Abschließend entscheidet der Gemeinderat in seiner Gesamtheit. Bislang gibt es an den Schulen nur so genannte Netzwerkberater unter den Lehrern, die bei EDV-Problemen weiterhelfen, außerdem unterstützt die IuK-Abteilung, wenn sie die Zeit dafür hat, gegebenenfalls werden auch externe Dienstleister hinzugezogen.

Gut 1,6 Millionen Euro Fördermittel abrufbar

Oliver Hermann, Leiter der IuK-Abteilung, sprach davon, dass Ettlingen aus dem Förderprogramm „Digitalpakt Schulen“ von Bund und Land in den Jahren 2020 bis 2024 die Möglichkeit hat, bis zu 1,64 Millionen Euro zu bekommen bei einem Eigenfinanzierungsanteil von 20 Prozent. Nicht enthalten darin sind die während des Corona-Lockdowns im Frühjahr schon abgerufenen rund 365.000 Euro Zuschuss, die dafür verwendet wurden, weitere etwa 800 Endgeräte fürs Homeschooling zu ordern.

Wir hoffen, noch vor Weihnachten beliefert zu werden.
Oliver Hermann, IuK-Abteilung Ettlingen

„Die Bestellungen sind längst erledigt, die Nachfrage aber ist überall in den Kommunen groß. Wir hoffen, noch vor Weihnachten beliefert zu werden“, so Hermann. Er erinnerte daran, dass vor der Bestellung der Bedarf bei den Ettlinger Schulen ermittelt wurde; versorgt werden sollen die unterschiedlichsten Schultypen von der Grundschule bis zum Gymnasium.

Für den Geschäftsführenden Schulleiter Helmut Obermann, der für die CDU im Gemeinderat sitzt, ist klar, dass sich die Schulen weiteren digitalen Herausforderungen stellen müssen. Ettlingen sei hier mit dem Medienentwicklungsplan „schon seit fast 18 Jahren gut unterwegs“. Die Investition in zusätzliches Personal trage seine Fraktion mit.

Ähnlich die Haltung von Christa Becker-Binder (Grüne). Sie regte an, bei der Personalauswahl darauf zu achten, jemanden zu nehmen, der „mit den Schulen zurechtkommt“. Zustimmend äußerte sich auch Jörg Schosser („Guter Plan“) für die SPD. Und Gerhard Ecker (FE/FW) prognostizierte sogleich: „Zwei Stellen werden wohl nicht reichen.“

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